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Nach der Spende eine Suppe to go

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Von: Thomas Westermann

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Blutspende in Seehausen
Arzthelferin Grit Heilemann entnimmt dem Seehäuser Peter Lange das Blut. © Thomas Westermann

Seehausen. Die Versorgungslage mit Blutpräparaten ist seit Wochen angespannt. Jetzt, in der vierten Coronawelle, ist das Spendenaufkommen um 20 Prozent eingebrochen. Der DRK-Blutspendedienst NSTOB ist angesichts dieser Situation besorgt. Umso erfreulicher ist es, dass beim letzten Blutspendetermin dieses Jahres im Feuerwehrgerätehaus in Seehausen sich 76 Spenderinnen und Spender einfanden.

Einschränkungen gab es aufgrund der Corona-Pandemie. Es konnten nur Spender zugelassen werden, die den Status geimpft, genesen oder getestet hatten. Aus organisatorischen Gründen gab es keine Antigen-Schnelltests oder PCR-Tests vor Ort. Die Organisatoren vom DRK-Ortsverein Seehausen zeigten sich dennoch zufrieden. Beim letzten Termin des Jahres zählte Sabine Moll sonst immer circa 100 Spender. „Aber angesichts der Auflagen können wir zufrieden sein“, schätzte sie im AZ-Gespräch ein. Genauso sieht es auch Marlies Duffe, die Vorsitzende des wischestädtischen DRK-Ortsvereins, die gemeinsam mit Erika Cornehl Weihnachtsbeutel für die Spender packte und in Form einer Kürbis-Mangosuppe für eine kleine Mahlzeit sorgte – allerdings als Suppe to go. Neben einem Erstspender gab es eine 80. Spende, eine 60. Spende, eine 40. Spende und zweimal eine 25. Spende, berichtete Sabine Moll, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Jürgen traditionell die Spendenwilligen empfängt. Danach gestaltet sich der Ablauf wie folgt: Auf einem Bogen wird der aktuelle Gesundheitszustand abgefragt. Dann werden bei einer Voruntersuchung Blutdruck, Körpertemperatur und Hämoglobinwert bestimmt. Ein vertrauliches ärztliches Gespräch schließt sich an, um die Spendentauglichkeit festzustellen. Es folgt die Spende, bei der circa 500 Milliliter Blut entnommen werden. Nach der Ruhepause gibt es dann einen Snack zum Mitnehmen.

Auch im nächsten Jahr sind fünf Blutspendetermine in der Hansestadt Seehausen angesetzt. Diese sind am 18. Februar, 6. Mai, 22. Juli, 30. September und 16. Dezember. Dann stehen die Geräte von 14.30 bis 19 Uhr im Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr an der Otto-Nuschke-Straße bereit. Sabine Moll und Marlies Duffe hoffen wieder auf eine hohe Spendenbereitschaft.

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