Wahrenberger Werner Mohr wertet das Storchenjahr 2021 aus

33 junge Adebare vor Abflug

Zwei Störche im Nest
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Insgesamt 33 Jungstörche in Wahrenberg bereiten sich derzeit auf den Abflug gen Süden vor. 
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Wahrenberg. Für das Storchendorf Wahrenberg ist 2021 ein gutes Jahr. 33 Jungstörche werden Mitte oder Ende August in Richtung Süden ziehen. Werner Mohr, der sich mit den Rotschnäbeln seit vielen Jahren beschäftigt und von vielen als „Storchenvater“ bezeichnet wird, zieht auf AZ-Anfrage ein positives Fazit hinsichtlich des beachtlichen Nachwuchses. Zum Vergleich: 2017 sind nur elf Jungvögel groß gezogen worden.

Von den insgesamt 22 Horsten waren 21 besetzt. 37 Jungstörche waren geschlüpft, bilanziert Mohr. Vier haben nicht überlebt. Die Zahl jedoch wurde während einer Beringungsaktion mit Jungvögeln vom Storchenhof Loburg ausgeglichen. Insgesamt registrierte der „Storchenvater“ 18 Brutpaare. Die positive Entwicklung des Adebar-Nachwuchses sieht er aufgrund des nassen Frühjahrs. Da war der Nahrungstisch an der Elbe reichlich gedeckt. „Das ist gut für die Störche, da sie in den ersten drei Wochen nach dem Schlüpfen nur Weichfutter wie beispielsweise Regenwürmer und Schnecken fressen. Aus Sicht der Tiere ist das leicht verdaulich“, weiß der Wahrenberger.

Doch längst fliegen viele Störche nicht mehr nach Afrika. Angesichts der Erderwärmung ist in Südeuropa das Reiseziel häufig erreicht. Als ein Beispiel nennt der 79-jährige Werner Mohr die Türkei. Doch dort lauern erhebliche Gefahren, wenn die Adebare sich Müllhalden als Quartiere suchen. „Durch das Fressen von Plastik und anderen Dingen überlebt ein Großteil nicht.“

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