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18 Horste in Beschlag genommen

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Von: Thomas Westermann

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Zwei Störche auf Nest
Nach und nach kommen die Störche nach Wahrenberg zurück. 18 Nester sind derzeit belegt. © Westermann

Wahrenberg. Wahrenberg, gelegen an der Elbe in der Gemeinde Aland, wird schon seit vielen Jahren als Storchendorf bezeichnet. Ganz offensichtlich fühlen sich die Rotschnäbel dort aufgrund der Nähe zum Wasser und zum Grünland sehr wohl. Die Nahrungssuche fällt für die Vögel reichlich aus.

Einer, der sich mit den Adebaren immer wieder beschäftigt und sich für sie engagiert, ist Werner Mohr, der auch „Storchenvater“ genannt wird. Er beobachtet und registriert die Ankunft und den Abflug der schwarz-weiß gefiederten Vögel, die als Glücksbringer gelten. An jedem Nest befindet sich eine Tafel, auf der Jahr, Ankunft, die Zahl der Jungen und der Abflug eingetragen wird. Von den insgesamt 23 Horsten seien in diesem Jahr 18 belegt. So richtig zufrieden ist der Wahrenberger mit dem Eintreffen der Störche aber nicht. Die ersten Vögel kamen zwar zwischen 19. und 21. Februar schon an, aber dann stoppte der Einflug, es wurde zögerlicher. Experten vermuten, dass dies mit jenen Vögeln zu tun habe, die die Ostroute über den Bosporus nehmen, dann teils über die Ukraine fliegen und von den dortigen Kriegshandlungen eventuell aufgehalten worden sind.

Dennoch: Nach und nach werden noch weitere Störche eintreffen, gibt sich Mohr optimistisch. Und der Wahrenberger weiß auch, dass mittlerweile längst nicht mehr alle Adebare den weiten Weg nach Süden nehmen, sondern immer häufiger in Deutschland überwintern. Das seien die Folgen des Klimawandels.

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