1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Seehausen

A-14-Gegner lassen Brücke bei Losenrade sperren

Erstellt:

Von: Thomas Westermann

Kommentare

Demo der A-14-Gegner auf der Elbbrücke
Mit Rädern, Elektroauto und Skateboards ging es über die von der Polizei gesperrten Elbbrücke. © Westermann

Kraftfahrer mussten am Sonnabendnachmittag für etwa eineinhalb Stunden an der Elbbrücke ausharren, weil diese gesperrt war. Vorrang hatten an diesem Tag Umweltaktivisten des Bündnisses Verkehrswende Elbe-Altmark, die gegen den Weiterbau der Autobahn 14 protestierten.

Losenrade - Rund 40 Teilnehmer fanden sich am Bahnhof in Wittenberge ein, wo es die erste Kundgebung mit mehreren Reden gab. Weitere folgten auf dem Parkplatz an der B 189 bei Losenrade und später dann in Geestgottberg. Unterwegs waren die Naturfreunde mit einem Elektroauto, mit Rädern und Skateboards in Begleitung der Polizei, die auch die Sperrung der Brücke übernahm.

„Wenn gegen jegliche Vernunft und entgegen allen wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterhin Autobahnen durch unsere letzten Wälder und Biotope gehackt werden, ist Nichtstun und Schweigen dazu Verrat an jenen, die bereits jetzt massiv unter den Folgen der Klimakrise zu leiden haben und auch an unseren Kindern und Kindeskindern“, hieß es. Immer wieder gab es zwischen den Ansprachen Sirenenalarm mit mitgebrachter Technik, um damit symbolisch auf die Zerstörung der Natur aufmerksam zu machen. Und es wurde darauf hingewiesen, was im Vorfeld des A-14-Baues schon alles zerstört worden sei. Bäume wurden gerodet und Streckenmarkierungen vorgenommen. „Wir werden das alles bei der Weiterfahrt in Augenschein nehmen“, äußerte ein Wortführer.

Die im Bau befindliche A 14 behindere eine Verkehrswende, vernichte Lebensgrundlagen, töte gefährdete Arten, fördere die Zunahme klimaschädlicher Emissionen und versiegele eine der trockensten Regionen des Landes. Und: „Autofahren wird immer teurer und zum Privileg für Menschen, die gut verdienen. Für die zukunftsfähige Mobilität in unserer Region brauchen wir Wiederbelebung stillgelegter Schienen, höhere Taktung der Buslinien, kostenlosen ÖPNV und Radwege“, so die Forderung.

Die Demo mit Sperrung der Elbbrücke ist mittlerweile die zweite Aktion der A-14-Gegner. Im Juni 2021 gab es die erste Kundgebung mit rund 120 Aktivisten.

Auch interessant

Kommentare