Befürworter starten am 24. April Aktion im Raum Seehausen und Osterburg

Autokorso soll Flagge für A 14 zeigen

Vorbereitende Arbeiten für A 14 in der Prignitz
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Die vorbereitenden Arbeiten für den A-14-Bau laufen auf Prignitzer Seite auf Hochtouren. In der nördlichen Altmark hingegen ruht still der See. Befürworter und Gegner treffen sich stattdessen dort zu Demonstrationen.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Seehausen. Die Befürworter der Autobahn 14 in und um Seehausen und Osterburg wollen mobil machen. Geplant ist am Sonnabend, 24. April, ein Autokorso, der von der Landessportschule in Osterburg aus startet. Zu den Hauptinitiatoren gehören Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth, Osterburgs Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (beide Freie Wähler) und Dr. Walter Fiedler, Vizebürgermeister in Seehausen und Stadtratsmitglied, sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg. Hinzu kommen Akteure von „Basta 14/B 190n“ um den Osterburger Burkhard Krüger.

Schon vor einigen Jahren gab es einen derartigen Korso im Seehäuser Bereich, der nun eine Neuauflage erfährt, um Flagge für das große Bauvorhaben zu zeigen. Die Positionierung hat auch einen Grund: Mittlerweile ist die neue Gruppierung „Keine A 14“ recht aktiv. Da will man gegenhalten. „Um 9 Uhr wird sich am 24. April an der Landessportschule gesammelt, um 10 Uhr ist Abfahrt. Aufgrund der Corona-Pandemie werden vor dem Start keine großen und langen Reden gehalten“, kündigt Kloth schon mal vorab auf AZ-Anfrage an. Die Strecke verläuft dann parallel zur künftigen Autobahntrasse über Krevese, Dequede, Losse und endet am Tannenkrug, dort, wo sich der Korso auflöst. Das Ziel haben die A-14-Befürworter bewusst gewählt, denn in diesem Bereich soll irgendwann mal die B 190n verlaufen, die die Autobahnen 39 und 14 verbinden soll, der sogenannte Hosenträger. Auf das Befahren der Bundesstraßen B 189 und B 190 habe man verzichtet. „Das könnte Probleme mit dem Ampelbetrieb geben“, meint Kloth, der noch wie Schulz auf die Genehmigung der Aktion wartet. Ein Antrag sei beim Landkreis gestellt.

Die Demo pro Autobahn erwähnte Dr. Fiedler bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Kultur der Hansestadt Seehausen. Er ist Vorsitzender des Gremiums. Leider sei die schweigende Mehrheit der Befürworter weiter nicht in Erscheinung getreten. Der Korso solle keine parteipolitische Veranstaltung sein, sondern lediglich den Willen der Bevölkerung darstellen, dass die A 14 gewollt sei.

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