A-14-Befürworter demonstrieren für zügigen Weiterbau der Strecke

Aus Osterburg und Seehausen: Mit Autokorso ein Zeichen gesetzt

A-14-Befürworter demonstrieren für einen zügigen Weiterbau de Autobahn
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Altmärker und Prignitzer setzten ein klares Zeichen für den Weiterbau der Autobahn 14.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Die Autobahnbefürworter melden sich zurück. Ein großer Fahrzeugkorso am Sonnabend sollte die Bedeutung der A 14 für die Region deutlich machen. Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth, Osterburgs Einheitsgemeindebürgermeister Nico Schulz (beide FW), Dr. Walter Fiedler, Vize-Bürgermeister der Hansestadt Seehausen, sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg organisierten den Korso federführend.

Seehausen/Osterburg - Mit von der Partie waren etliche Firmen aus Altmark und Prignitz, die Osterburger Initiative „Basta 14“ und Kommunalpolitiker, darunter Wittenberges Bürgermeister Dr. Oliver Hermann.

Dr. Fiedler freute sich, dass nicht nur Betriebe mitmachten, sondern auch etliche Privatpersonen. Von den insgesamt 160 gezählten Fahrzeugen waren die Lastkraftwagen deutlich in der Überzahl. Versammlungsleiter Nico Schulz pochte bei der Begrüßung auf die Einhaltung der Coronaregeln, man sollte unbedingt Abstand halten. „Ansonsten ist die kämpferische Demonstration vorbei, bevor sie angefangen hat.“ Mitarbeiter des kreislichen Ordnungsamtes kontrollierten nämlich. Im Einsatz waren zahlreiche Polizeibeamte, die sich unter anderem in Dequede und an der Kreuzung in Richtung Losse mit den A-14-Gegner auseinanderzusetzen hatten. Immer wieder waren in Dequede Radler auf der Straße, die damit gegen den Korso und die Autobahn protestierten.

In seinen Grußworten erinnerte Nico Schulz, dass vor 20 Jahren 70 000 Unterschriften für die A 14 gesammelt wurden. Damals wollte die Politik durch die hiesige Region keine Autobahn bauen. „Wir haben dafür gekämpft.“ Letztlich habe der damalige sachsen-anhaltinische Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre den politischen Grundstein für den Bau gelegt. Der einstige Politiker war übrigens beim Korso mit dabei und wünscht sich eine schnellere Umsetzung. Schulz machte auf die Klagen und Einwendungen der Naturschutzverbände aufmerksam, die die Errichtung verzögerten. Letztlich gab es einen Kompromiss, der viele Millionen Euro für zusätzliche Umweltschutzmaßnahmen beinhaltet. Er sprach „von der grünsten Autobahn Deutschlands“. Aus diesem Grund bekam jeder Teilnehmer ein grünes Fähnchen, das während der Fahrt aus dem Fenster gehalten werden sollte. Völlig unverständlich ist für den Osterburger Bürgermeister die erneute Klage der „Naturfreunde Sachsen-Anhalt“ gegen den Lückenschluss Osterburg- Seehausen. „Die haben sich selbst ein Bein gestellt. Das Nichtbereitsein, gesellschaftliche Kompromisse zu tragen, tut dem Naturschutz nicht gut und beschädigt die Zusammenarbeit.“ Adolf Fehse von der IHK freute sich „über das große Netzwerk für die A 14“. „Altmärker und Prignitzer stehen dahinter.“ Dr. Fiedler als Mediziner kam mit einem Vergleich: Verkehrswege seien für ihn wie Blutgefäße im menschlichen Körper. Beides sei wichtig.

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