VKWA liegt in Ritze dennoch im Zeitplan / Auch andere Investitionen geplant

Zwischenstopp beim Ritzer Großprojekt

+
In Pretzier weist ein großes Schild auf Sperrungen in Ritze hin. Allerdings wurde vor einiger Zeit das Durchfahrtsverbot durch rote Streifen aufgehoben. Denn derzeit wird in Ritze nicht gebaut; es soll aber bald weitergehen.

Ritze – Es herrscht Stille im Salzwedeler Ortsteil Ritze. Die Baufahrzeuge ruhen, und Arbeiter sind weit und breit nicht zu sehen. Derzeit pausiert das Vorhaben des Verbands Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA), das Abwasser- und Trinkwassernetz im Ort zu modernisieren.

Doch die Arbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen.

Wie VKWA-Chef Jens Schütte gestern informierte, ist der erste Abschnitt der Baustelle fertig. „Die Arbeiten auf der Ritzer Dorfstraße sollten bis Weihnachten abgeschlossen sein“, erklärte Schütte. „Dieser Zeitplan konnte eingehalten werden.“ Dem VKWA-Chef sei es wichtig gewesen, die Hauptstraße noch vor einem Wintereinbruch freigeben zu können.

Derzeit ist es ruhig in Ritze, doch ab Ende Januar geht es weiter. Die Baustelle des VKWA Salzwedel ist derzeit inaktiv und der erste Abschnitt geschafft. Die Hauptstraße ist wieder frei und befahrbar. Laut VKWA-Chef Jens Schütte läuft alles soweit wie geplant. 

Das Wetter spielte seit Baustart im August perfekt mit. „Da wir ja einen sehr trockenen Sommer hatten, brauchten wir keine Grundwassersenkung im Ort vorzunehmen“, schilderte Jens Schütte. Dies sparte Zeit, und die Bauarbeiter kamen dadurch zügiger voran, als gedacht, wie der Leiter des VKWA der Altmark-Zeitung sagte. Und: Auch der Winter fällt bislang sehr mild aus. In der Theorie könne der VKWA den Zeitplan daher bis Ende September problemlos einhalten.

In der Praxis wäre sogar ein früherer Fertigstellungstermin möglich. Allerdings wolle Schütte nicht spekulieren und halte deshalb am geplanten Zeitgerüst fest.

Ende Januar ist es wieder vorbei mit der Ruhe, dann geht es weiter auf dem Stegel. Ist diese Nebenstraße fertig, soll es zur Chüdenallee gehen. „Da es dort wieder zu Behinderungen kommen wird, werden die anliegenden Bewohner per Post benachrichtigt“, ließ Jens Schütte durchblicken.

Neben dem Projekt in Ritze plant der Verband Kommunaler Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Salzwedel weitere Vorhaben für 2019. „Insgesamt wollen wir dieses Jahr 3,2 Millionen Euro in verschiedene Projekte investieren“, erklärte der VKWA-Chef. Fördergelder in Höhe von 2,2 Millionen Euro stünden noch aus. Die Mittel sollen zum einen in weitere Modernisierungen der Technik von Pumpwerken fließen und zum anderen in die Fernüberwachung, in eine Druckerhöhungsanlage bei Sallen-thin für Trinkwasser und in zwei Messstellen bei Diesdorf für Grundwasser. Dieses Jahr soll auch noch die Altperverstraße in Salzwedel angegangen werden. Auf den Beschluss der Stadt Salzwedel musste der VKWA lange warten. Wann das Pflaster aufgerissen wird, steht noch aus. Für das Jahr 2020 aber die Burgstraße auf Höhe des Amtsgerichts auf der Agenda.

Von Paul William Hiersche

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare