Von Woche zu Woche

Zwischen großen Zielen und harter Zweitliga-Realität

Mehr Chancen = mehr Tore. Die Rechnung scheint relativ einfach. Doch sie ist nicht aufgegangen. Noch nicht.

Auch wenn der 1. FC Magdeburg in den fünf Partien unter dem neuen Trainer mehr spielerische Qualitäten an den Tag gelegt hat: In Toren und vor allem in den so wichtigen Punkten im bitterbösen Abstiegskampf hat sich das nicht widergespiegelt.

So musste der Aufsteiger als Vorletzter der 2. Fußball-Bundesliga überwintern. Michael Oenning und auch die Vereinsführung werden nicht müde zu betonen, dass das nur der Anfang war. Dass die Belohnung folgen wird. Dass das oberste Ziel, das wie ein Damoklesschwert über den Spielern schwebt und den Druck immer stärken werden lässt, erreicht wird: der Klassenerhalt.

Was angesichts von lediglich elf Punkten meilenweit entfernt scheint, ist mit Blick auf die Konstellation im Tabellenkeller aber gar nicht so abwegig. Der erste Nichtabstiegsplatz liegt nur zwei Punkte entfernt und macht deutlich, wie eng es im Fußball-Unterhaus zugeht. Oder auch, wie viel Glück der 1. FCM hatte, dass er nicht die Rote Laterne trägt. Die ist nämlich lediglich einen Zähler entfernt.

Punktekonto hin, Abstiegskampf her: Der Club hat die angekündigten Verpflichtungen erfahrener Spieler realisiert und sogar einen ehemaligen Bayern-Profi ausgegraben. Kann da noch was schiefgehen? Wer unter Pep Guardiola in der Champions-League aufgelaufen ist, sollte unter Michael Oenning doch den Klassenerhalt in der 2. Liga im Alleingang herbeizaubern. Ganz so einfach ist es freilich nicht. Jan Kirchhoff, zuletzt in der englischen Premier League und Premier League 2 aktiv, hat gut fünf Monate gar keinen Profifußball gespielt. Doch das verlernt man ja nicht. Der neue Mittelfeldmann mag die Oenning-Philosophie des Fußballspielens. Und will für ein zusätzliches Chancenplus sorgen. So könnte die Rechnung am Ende doch aufgehen...

Von Sabine Lindenau

Rubriklistenbild: © dpa

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