„Lange Schiene“ / Historische Rundnasen ziehen die Schotterzüge / Fertig zum Fahrplanwechse / Restarbeiter bis Mitte nächsten Jahres

Zweites Amerika-Gleis kommt im Dezember ans Netz

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Rundnase zieht Schotterzug: Zwei historische Dieselloks der Altmark-Rail helfen beim Ausbau der Amerika-Linie. Die 1149 steht derzeit mit einem Elektroschaden in Salzwedel.

hob Salzwedel. Nachts fahren bereits die Schotterzüge. Der Ausbau des zweiten Gleises der Amerika-Linie zwischen Salzwedel und Stendal läuft. Alle Weichen sind drin. Auch die Bahnübergänge sind geschafft.

Nur in Pretzier sind noch Restarbeiten am Übergang B 190 zu erledigen.

Nun kann „lange Schiene“ gemacht werden, wie die Bahner sagen. Und dabei sind zwei historische Loks im Einsatz. Die Nohab aus Trollhättan in Schweden – eine europäische Lizenz der US-Standardlokomotiven einer General Motors-Tochter – werden hierzulande liebevoll Rundnasen genannt. Von Stendal aus zieht die 1155 den Schotterzug, von Salzwedel aus wird die 1149 eingesetzt. Letztere steht derzeit gegenüber vom Lokschuppen, hat einen Elektroschaden. Eigentümer Michael Frick von der Altmark-Rail ist zuversichtlich, dass der 2100 PS-Koloss bald wieder den Gleisbaurzug zieht.

Seit 14 Tagen sind die beiden 1964 ausgelieferten, nach 33 Dienstjahren ausgemusterten und 2010 bei der Altmark-Rail befindlichen Loks am zweiten Gleis der Amerika-Linie im Einsatz. „Bis Anfang Mai werden wir noch zu tun haben“, schätzt Frick.

Die 102,5 Tonnen schweren Dieselloks schaffen normalerweise bis zu 133 Stundenkilometer. So schnell gehts beim Gleisverlegen dann doch nicht. Auf der Amerika-Linie sind die Arbeitspferde für die Strabag, die den Ausbauauftrag bekommen hat, im Einsatz. Das zweite Gleis soll zum Fahrplanwechsel im Dezember 2015 ans Netz gehen, der straßenseitige Ausbau der Bahnübergänge im ersten Halbjahr 2016 fertig werden, teilte die Bahn mit.

Von Holger Benecke

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