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Zweiter Anlauf für Jugendbeirat

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Von: Holger Benecke

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Vor einem Jahrzehnt hatte Salzwedel schon einmal einen Jugendstadtrat. © Freier Mitarbeiter

Die Entscheidung, einen Jugendbeirat zu installieren, ist vom Stadtrat verschoben worden. Marco Heide (Linke) hatte gebeten, den SPD-Antrag noch einmal im Sozialausschuss zu behandeln. Mit Blick auf den von den Sozialdemokraten ausgearbeiteten Fahrplan riet Heide, Anna Stein vom Verein zur Förderung der Bildung (VFB) Salzwedel zu hören. Diese besäße bereits Erfahrungen vom Aufstellen des Gardeleger Jugendbeirates. Der Stadtrat folgte dem Ansinnen von Heide.

Salzwedel - In Salzwedel hatte es schon einmal einen Jugendstadtrat gegeben. Doch dieser scheiterte daran, dass sich dessen Mitglieder mehr mit der Weltpolitik beschäftigten, statt ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen. Nämlich die, den Stadtrat in seiner Entscheidungsfindung bei Salzwedeler Problemen zu helfen und dabei die Sicht der Jugendlichen mehr in den Fokus zu richten. Oder wie es die SPD in ihrem Antrag nennt: „mit ihrem speziellen Blick der Jugend“.

Dazu ist vorgesehen, aus den beiden Ganztagsgemeinschaftsschulen „Comenius“ und „Lessing“, der Jeetze-Schule, dem Jahn-Gymnasium und der Berufsschule je zwei Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren in das Gremium zu berufen. Zwar kann der Beirat keine Beschlüsse fassen, soll aber in Ausschuss- und Stadtratssitzungen Rederecht bekommen. „Die stärkere Einbeziehung der Salzwedeler Jugendlichen ist in mehrfacher Hinsicht ein wichtiges Anliegen“, heißt es im SPD-Antrag. Und weiter: „Die Beratung soll nicht nur in Tagesordnungspunkten erfolgen, die speziell diese Altersgruppe betreffen, sondern die Möglichkeit bieten, zu allen Tagesordnungspunkten, bei denen es den Jugendlichen erforderlich erscheint, eine Stellungnahme abzugeben.“

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