Zwei Städte auf einem Kurs

Während des Festumzuges zur 825-Jahr-Feier von Arendsee war auch ein Wagen mit Modellen historischer Salzwedeler Gebäude zu sehen. Die Städte wollen die touristische Zukunft beider Orte künftig Hand in Hand gestalten und sich gegenseitig helfen.

cz Salzwedel / Arendsee. Der Wirtschaftsfaktor Tourismus spielt für beide Städte eine wichtige Rolle. Auf dieser Schiene wird zusammen gearbeitet. Konkret: Kulturelle Veranstaltungen werden abgestimmt, die Touristinfos sollen enger zusammenrücken, und gemeinsame Zunkunftsstrategien stehen im Mittelpunkt.

„Die beiden Städte Salzwedel und Arendsee sind touristisch hoch attraktiv, aber nicht ausreichend erschlossen“, waren sich Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Danicke und ihr Arendseer Amtskollege Norman Klebe einig. Beide unterzeichneten eine Kooperation.

Dabei geht es um ein gemeinsames Tourismuswirtschaftskonzept. Konkret geht es darum, die einzelnen Angebote gemeinsam zu vermarkten und auszubauen. So wollen sich die Städte bei großen Veranstaltungen absprechen, um mehrere Höhepunkte zur gleichen Zeit zu vermeiden.

Dabei spielen die Touristinformationen eine Rolle. Die Mitarbeiter könnten ganz konkret auch auf die Angebote der jeweils anderen Stadt hinweisen. Als Beispiele wurden Theaterveranstaltungen im Kloster Arendsee und im Kulturhaus Salzwedel genannt.

Das gemeinsame Konzept, das eventuell vom Wirtschaftsministerium finanziell gefördert wird, soll auch landesweite Themen beinhalten und unterstützen. Dazu zählen der Altmarkrundkurs und der Vier-Länder-Grenzradweg genauso wie die Straße der Romanik sowie das Blaue Band.

Es wird aber auch geprüft, wie spezifische Eigenschaften wie Hanse und Fachwerk (Salzwedel) sowie ein Thermalkomplex (Arendsee) enstehen oder ausgebaut werden können. Beide Städten liegt zudem die derzeit nicht genutzte Bahnstrecke am Herzen, die touristisch eine Rolle spielen könnte.

Sollte das Tourimuswirtschaftskonzept mit einem Gesamtvolumen von 35 000 Euro (80 Prozent übernimmt das Land und 20 Prozent die Städte) in den nächsten Monaten genehmigt werden, gilt es noch in diesem Jahr zu beginnen. Zunächst wird geklärt, wie die genannten Ziele umgesetzt werden. Neben dem Austausch der Städte steht auch regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit ganz oben auf der Liste.

Die Stadtoberhäupte unterstrichen gestern, dass übergreifendes Arbeiten wichtig sei und über den Tellerrand geschaut werden muss. Arendsees Stadtrat und Salzwedels Hauptausschuss haben sich bereits klar für eine gemeinsame touristische Zukunft ausgesprochen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare