„Salzwedel 59“ und „Peckensen 218“ werden fit gemacht

Zwei Bohrstellen in Salzwedel sollen wieder in Betrieb gehen

Wartungs-, Umbau- oder Rückbauarbeiten an Erdgassonden im Auftrag von Neptune Energy sind in der Altmark nichts Ungewöhnliches. So auch im vergangenen Jahr südlich von Groß Chüden. Luftbild: Fotostudio Wunberger
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Wartungs-, Umbau- oder Rückbauarbeiten an Erdgassonden im Auftrag von Neptune Energy sind in der Altmark nichts Ungewöhnliches. So auch im vergangenen Jahr südlich von Groß Chüden.

Salzwedel – Die sogenannte Bohrung „Salzwedel 59“, die sich rund vier Kilometer nördlich von Salzwedel befindet, soll wieder in Betrieb gehen. Sie stammt aus den siebziger Jahren und ist derzeit nicht förderfähig.

Um sie wieder in Produktion zu setzen, laufen seit Mitte Mai Arbeiten an der untertägigen Ausrüstung. Nach Angaben des Betreibers, der Neptune Energy Deutschland, soll der vorhandene Förderstrang ausgebaut und durch einen neuen ersetzt werden.

Spezialanlage kommt zum Einsatz

Arbeiten laufen seit dieser Woche auch auf dem Platz der Bohrung „Peckensen 218“ südwestlich von Salzwedel. Diese Bohrung stammt aus den achtziger Jahren. Sie wurde nach einem Förderstillstand bereits Ende des vergangenen Jahres aufgearbeitet und soll nun mit einer Spezialanlage in Produktion genommen werden.

Zum Abschluss der Arbeiten wird voraussichtlich eine geringe Menge Gas kontrolliert abgefackelt. Dies geschehe nur in Ausnahmefällen, wie beispielsweise bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, betont das Unternehmen. Das Erdgas werde dabei grundsätzlich gereinigt, bevor es ordnungsgemäß über eine Fackel verbrannt wird.

Rückbau der Sonde Pretzier-Riebau: Auch dort förderte Neptune Energy Erdgas.  

Die Arbeiten sollen inklusive Auf- und Abbau der benötigten Gerätschaften bis Ende Juni abgeschlossen sein. „Sie erfolgen dabei technisch bedingt überwiegend ganztägig“, so Neptune Energy weiter. Der Einsatz von erfahrenem Fachpersonal und moderner Technik sorge für den Schutz von Mensch und Umwelt. Sämtliche Aktivitäten würden unter höchsten Sicherheitsbestimmungen durchgeführt.

Alle Vorhaben „unter Aufsicht“

Laut Neptune Energy sind alle Projekte im Vorfeld genauestens geplant und mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt worden. Die Vorhaben stünden unter behördlicher Aufsicht durch das zuständige Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt.

2019 hat das Unternehmen insgesamt rund 316 Millionen Kubikmeter altmarkspezifisches Erdgas aus dem Feld gefördert.  mei

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