1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Salzwedel

Zwei Arbeitsleben im Dienste der Schule

Erstellt:

Von: Arno Zähringer

Kommentare

menschen
Schulleiterin Doris Beneke verabschiedete „schweren Herzens“ Hausmeister Tobias Wernecke. Dieser arbeitet künftig in den beiden Förderschulen. © Zähringer, Arno

Sie sind zwar unterschiedlich, haben allerdings eines gemeinsam: Beide stellten ihr berufliches Leben in den Dienst der Schule. Während Detlef Flechtner als Hausmeister der Förderschule für Geistig- und der Förderschule für Lernbehinderte in Salzwedel nach neun Jahren in den Ruhestand geht, tritt Tobias Wernecke, bislang in der Comenius-Schule, die Nachfolge Detlef Flechtners an. Beide sind in den vergangenen Tagen in ihrer Eigenschaft als Hausmeister verabschiedet worden.

Salzwedel – Flechtner hat „35 Jahre und einen Monat“ als Hausmeister auf dem Buckel. Die Verabschiedung sei „emotional“ gewesen. „Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt“, sagt er im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Und die Bilanz seines beruflichen Lebens fällt insgesamt positiv aus. „Ich würde es wieder machen“, sagt er, wobei er sich auch aufs Rentnerdasein freut. Schließlich habe er ein „Riesengrundstück und deshalb viel zu tun“. Langweilig werde ihm deshalb nicht, ist Flechtner überzeugt.

Denn das, was er immer wieder verschoben habe, will er nun in Angriff nehmen. Außerdem freue er sich über den einen oder anderen Urlaub. Schließlich müsse er nun nicht mehr auf die Schulferienzeit achten, berichtet er mit einem Lächeln. Wohin ihn die Reisen führen werden, weiß er noch nicht. „Das mache ich dann spontan.“

mann
Detlef Flechtner geht in den Ruhestand. © Privat

Noch einiges an Arbeitszeit vor sich hat dagegen Tobias Wernecke. Seit Jahren ist er fest mit Wieblitz-Eversdorf verwurzelt. Ebenso mit der Comeniusschule in Salzwedel. Dort hat er insgesamt 17 Jahre seine Arbeit als Hausmeister erledigt. Dabei erlebte er „Höhen und Tiefen, gute und weniger gute Zeiten“. Geprägt war sein Tun von zahlreichen Baumaßnahmen. So zum Beispiel das Projekt zum 100. Bestehen der schulischen Einrichtung.

„Wir sind immer irgendwie am Bauen gewesen“, blickt der 43-jährige Vater zweier Kinder zurück, der sein Fitnessbike und die Familie als Ausgleich zur Arbeit nennt. „Aber ich musste auch mal wieder etwas Neues machen“, sagte Wernecke bei der Verabschiedung in der Comeniusschule. Deshalb schaue er mit einem „lachenden und einem weinenden Auge zurück“.

Schuldirektorin Doris Beneke, seit eineinhalb Jahren im Amt, lässt Wernecke „mit schwerem Herzen“ ziehen. Nicht nur, weil er jede Steckdose und Schraube in der Schule kenne. Vor allem aber sei er immer ein verlässlicher Ansprechpartner gewesen, der „durch seine Arbeit Maßstäbe für die Zukunft gesetzt hat“.

Auch interessant

Kommentare