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Zustimmung und Beifall für Eco-Village in Rockenthin, aber auch Kritik wurde angesprochen

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Von: Holger Benecke

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Der Andorfer Markus Sauter stellte das Projekt eines Eco-Village mit zirka 20 Bewohnern vor. © Benecke

Das Interesse war groß und das Rockenthiner Dorfgemeinschaftshaus voll besetzt. Und am Ende bekam der Andorfer Markus Sauter sogar Beifall für das Eco-Village-Konzept mit Tiny-Häusern.

Rockenthin – Der Andorfer plant in seinem Wohnort ein sogenanntes Eco-Village mit Tiny-Häusern. Das nach vielen Gesprächen mit Nachbarn und Einwohnern überarbeitete Konzept, in das alle Kritikpunkte eingeflossen waren, stellte er der breiten Öffentlichkeit am Dienstagabend vor.

Dabei geht es um Leben auf dem Überschaubaren, wirklich Nötigen – also im reduzierten Wohnraum. Ökonomie und Ökologie stehen im Mittelpunkt. „Denn“, so warb Markus Sauter für ökologische Materialien, „für ein normales Steinhaus könnte ich 35 Strohballenhäuser bauen.“

Vorgesehen sind jeweils acht Häuser zu je 50 bzw. 100 Quadratmeter sowie ein Gemeinschaftshaus. Darin könnte auch ein Dorfladen integriert, Kinder betreut, Arztsprechstunden abgehalten, Feste und Geburtstage gefeiert werden. Weiterhin wäre auch ein Car-Sharing – also, dass sich mehrere Menschen beispielsweise ein Auto teilen, möglich, breitete der Andorfer seine Ideen aus. Sauter hat ein Grundstück dafür bereits erworben, jedoch noch keine konkreten Bauplanungen bzw. -verfahren eingeleitet, beruhigte er.

Und noch eine Angst nahm Sauter seinen Zuhörern: „Es soll keine Hippie-Kommune werden, in der die Leute den ganzen Tag rumhängen und kiffen“, spricht er ein seriöses Klientel mit seiner Idee an. Alles soll genossenschaftlich funktionieren – und transparent. Treffen, Planungen usw. seien öffentlich. Dort könne jeder hinkommen, nur zuhören, aber auch mitmachen, bot Sauter an.

Die Zuhörer fanden seine Ideen großteils sehr gut, hatten aber auch Hinweise. Das Grundstück sei sehr feucht, was sich besonders gerade jetzt zeige. Wenn dort vor dem Bauen aufgeschüttet werde, befürchtet ein Nachbar auf seinem Grundstück abzusaufen. Auch das hat Sauter schon berücksichtigt. Wie auch noch einige andere Punkte, die in die konkrete Bauplanung, die von den Behörden genehmigt werden muss, einfließen.

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