Kein Stiftungsgeld für Waldbad Liesten

Zukunft weiter offen

2013 soll das Liestener Waldbad für Besucher offen stehen. Was ab 2014 ist, weiß nocht niemand. Der Förderverein setzt alle Hebel in Bewegung, um das Bad zu retten.
+
2013 soll das Liestener Waldbad für Besucher offen stehen. Was ab 2014 ist, weiß nocht niemand. Der Förderverein setzt alle Hebel in Bewegung, um das Bad zu retten.

Liesten. Die Zukunft des Liestener Waldbades ist weiter offen. Zwar beantragten die Mitglieder des Fördervereins im Januar bei der Dirk-Nowitzki-Stiftung Geld für die Sanierung des Bades, dieses wurde aber trotz „hoher Förderwürdigkeit“, wie die Stiftung schreibt, abgelehnt.

„Die Anfragen übertreffen unser Fördervolumen bei weitem“, so die Stiftung weiter.

100 000 Euro wurden beantragt, berichtet Harald Bresch, Vorsitzender des Vereins Sport- und Bildungszentrum Liesten. „Mit diesem Geld wäre das Waldbad gerettet gewesen“, zeigt er sich enttäuscht. Dennoch wollen er und seine Mitstreiter noch nicht aufgeben. „Wenn das Bad geschlossen werden sollte, ist das gleichzusetzen mit dem Abbau von sozialen Teilhabemöglichkeiten“, machte Bresch klar. Denn aus mehr als 50 Orten würden Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Waldbad besuchen, verdeutlichte er die Wichtigkeit der Sport- und Freizeitstätte.

Im kommenden Jahr wird das Bad auf jeden Fall offen sein, habe die Stadtverwaltung schon durchblicken lassen. Was danach passiere, müsse man abwarten, so Bresch weiter. „Wir werden auf die Stadt zugehen und einen Konsens finden müssen. Das passiert natürlich nicht von heute auf morgen.“

Doch das Waldbad ist seit mehreren Jahren ein Minusgeschäft, das belegen die Zahlen: Sprangen 2010 noch 9798 Menschen ins kühle Nass (Einnahmen von 25 869 Euro), waren es 2011 nur noch 5286 Besucher (Einnahmen von 13 536 Euro). In diesem Jahr fanden 4481 Besucher den Weg ins Bad.

Von Steffen Koller

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare