Salzwedel am 2. Advent – Kunst an allen Ecken der Stadt

Zuckerwasser wird zu Bier in Salzwedel

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Egbert Neuschulz rührte in der Kulturnische die Maische für ein neues Bier um. Dabei entsteht kein handelsübliches Bier, sondern ein Getränk mit einer stärkeren, herberen Note. 200 Liter pro Jahr und Person sind erlaubt.

Salzwedel – Der zweite Advent in Salzwedel steht traditionell ganz im Zeichen der Kultur. Viele Künstler präsentierten ihre Arbeit an verschiedenen Orten in der Hansestadt. Durch den verkaufsoffenen Sonntag der Einzelhändler zog es zusätzliche Besucher in die Innenstadt.

Während im Kunsthaus Weihnachtskarten mit einer alten Druckermaschine gestaltet wurden, ging es in der Kulturnische an der Neutorstraße sehr familiär zu. Karna Schuhmacher zeigte den Kindern, wie am besten mit Ton gearbeitet wird und was noch so alles mit der knetbaren Masse gemacht werden kann. Im Hinterstübchen des Hauses wurde fleißig Bier gebraut und auch verköstigt.

Egbert Neuschulz war gerade dabei, die Maische umzurühren. „Erstmal nur Zuckerwasser“, so Neuschulz. Erst in den nächsten Arbeitsprozessen wird daraus eine goldene, prickelnde Köstlichkeit.

Insgesamt sieben Hobbybrauer treffen sich regelmäßig in der Kulturnische, um dort Bier herzustellen. „Unser Getränk ist etwas herber und vom Alkoholgehalt stärker als das herkömmliche Bier aus dem Supermarkt“, erklärt Jörg Wernecke. „Insgesamt darf jeder bis zu 200 Liter Bier im Jahr brauen.“

Wer weiter die Altperverstraße entlanggegangen war, kam bei Töpfermeister Mario Bönicke vorbei. Er nutzte den zweiten Advent, um seine neueste Arbeit zu präsentieren. Der Meister packte auch höchstpersönlich die Ware hinterm Ladentisch ein. Weitere Kreative gaben einen Einblick in ihre Arbeit.

VON PAUL W. HIERSCHE

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