Berufsschule will mit neuem Bildungsgang punkten

Ziel: Not in Kitas verringern

Gemeinsame Erlebnisse gehören zum Alltag in Kindertagesstätten, die immer wieder Fachpersonal suchen. Die Salzwedeler Berufsschule will Nachwuchskräfte ausbilden.
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Gemeinsame Erlebnisse gehören zum Alltag in Kindertagesstätten, die immer wieder Fachpersonal suchen. Die Salzwedeler Berufsschule will Nachwuchskräfte ausbilden.
  • VonChristian Ziems
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Salzwedel. Die Salzwedeler Berufsschule will mit einem breiteren Angebot den eigenen Standort sichern und Kindertagesstätten der Region helfen. Doch noch liegen Steine im Weg. Die Fachschule Sozialpädagogik, die 2018/19 beginnen sollte, wurde 2016 vom Land abgelehnt.

Nun wird über den Bildungsausschuss ein neuer Versuch gestartet. Die Kommunalpolitiker beschäftigen sich am Montag, 25. September, ab 17 Uhr im Schülerwohnheim an der Amtsstraße 43 in Salzwedel mit dem Thema. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr.

Wenn die Ausschussmitglieder zustimmen, wird der Kreis wieder einen Antrag stellen, um den Bildungsgang eventuell doch noch im nächsten Jahr starten lassen zu können. Die Voraussetzungen scheinen erfüllt. Als Grund, warum der Antrag 2016 abgelehnt wurde, hieß es aus Magdeburg: Es fehle die personelle Absicherung. Die Berufsschule will eine Lehrkraft für Sozialpädagogik einstellen. Darüber hinaus werden vorhandene Lehrer weiter ausgebildet.

Mit den ersten Absolventen der ebenfalls neuen Berufsfachschule Sozialassistenz gebe es Potenzial, die geplante Ausweitung zu nutzen. Diese Schüler können genauso wie Kinderpfleger mit der Sozialpädagogik beruflich weiter kommen. 36 junge Altmärker haben sich bereits entschieden: Sie wollen die Chance nutzen, wenn es denn eine Genehmigung gibt. Der Bildungsgang ist mit Blick über die Region hinaus übrigens nicht neu. Er wird bereits in Stendal und Haldensleben angeboten. „Jedoch auch im Altmarkkreis besteht ein großer Bedarf an Nachwuchskräften in den Kindertagesstätten“, heißt es in der Beschlussvorlage. Mit der Sozialpädagogik könnten Lücken geschlossen werden, sind die Verantwortlichen im Kreis überzeugt.

Die Einrichtung auf dem Fuchsberg will mit dem weiterentwickelten Angebot zudem die eigene Zukunft gestalten. Die Schülerzahlen bewegen sich derzeit immer um die 1000 Jugendlichen. Das ist die Mindestzahl, um so eine Bildungsstätte erhalten zu können. Seitens der Landesregierung wurde aber immer wieder beruhigt, jeder Kreis soll seine eigene Berufsschule behalten. Was den Erhalt angeht, konnten Zukunftsängste damit aber nicht komplett ausgeräumt werden.

Von Christian Ziems

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