Familieninitiative: Claudia Masuch möchte mehr Flexibilität

Ziel: Betreuung auch nach 18 Uhr

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Claudia Masuch ist neue Ansprechpartnerin für das Familienbündnis. Sie möchte besonders die Kinderbetreuung thematisieren.

Altmarkkreis. Kindereinrichtungen, die ihre Betreuungszeiten noch individueller an die Arbeitszeiten der Eltern anpassen: Dies gilt zum Beispiel für die Abendstunden nach 18 Uhr und ist ein Thema, das Claudia Masuch angehen möchte.

Die Mitarbeiterin des Altmarkkreises hat vor vier Monaten die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten übernommen. Damit ist sie auch Ansprechpartnerin für das „Lokale Bündnis für Familien“.

Um die Initiative ist es in der Vergangenheit ruhig geworden. Claudia Masuch begründet dies mit personellen Veränderungen. So sind die Gleichstellungsbeauftragten Ilka Speckhahn (Altmarkkreis) und Renate Burmeister (Stadt Salzwedel) nicht mehr im Dienst. Beide nahmen im Bündnis verantwortliche Posten ein. Diese Aufgabe hat nun Claudia Masuch inne. Sie sieht die Veränderungen als Chance für einen Neustart. So möchte sie in Sachen Betreuung Diskussionen mit den Kommunen, die Träger etlicher Einrichtungen sind, anstoßen. „Ein Vorbild ist das Familienzentrum Färberhof“, schaut die Gleichstellungsbeauftragte nach Stendal. Dort wird eine Abend-, Nacht- und Wochenendbetreuung angeboten.

„Da ich früher im Gesundheitsamt gearbeitet habe, möchte ich auch den medizinischen Bereich für Familien aufgreifen“, unterstrich Claudia Masuch gegenüber der AZ. Dazu zählt zum Beispiel die Vereinbarung von Pflege und Beruf. Dazu möchte sie die Salzwedeler Kreisvolkshochschule als Partner mit ins Boot holen. Außerdem soll der vorhandenen Familienkompass überarbeitet und aktualisiert werden. In diesen Listen werden altmärkische Ansprechpartner zu verschiedenen Themen vorgestellt.

„Die Vermittlung ist ganz klar eine der Hauptaufgaben des Familienbündnisses“, machte die Gleichstellungsbeauftragte deutlich. „Ich bin viel unterwegs, um familienspezifische Themen aufzugreifen“, sieht Claudia Masuch öffentliche Präsenz als wichtig an. Denn das Bündnis soll bei Familien bekannter werden. Um dies zu erreichen, sind neue Flyer angedacht. Auch die Internetpräsentation wird überarbeitet.

Von Christian Ziems

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