Deponie GmbH verweist auf verschiedene Initiativen

Das Ziel im Altmarkkreis: Weniger wegwerfen

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Eine Menge zu tragen: Beim Aktionstag World Cleanup Day im Bereich Gardelegen kam im September einiger Müll zusammen. Insgesamt waren es sechs Tonnen, wie die kreiseigene Deponie GmbH informiert.

Altmarkkreis – 6350 Tonnen Hausmüll, 5626 Tonnen Papier / Pappe / Kartonage und 225 Tonnen illegal entsorgter Abfall: Das sind einige Mengen, die 2018 im Altmarkkreis Salzwedel erreicht wurden und im aktuellen Verwaltungsbericht nachlesbar sind.

„Wertschätzen statt wegwerfen – miteinander und von- einander lernen“, lautet das Motto der Europäischen Woche der Abfallvermeidung.

Dafür setzt sich auch die kreiseigene Deponie GmbH ein. Das zentrale Thema: Wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene sensibilisiert werden können. Deutschlandweit haben 90 000 Menschen allein in diesem Jahr 535 Tonnen Abfall im Rahmen verschiedener Initiativen gesammelt. In Europa waren 546 000 Freiwillige dabei. Der Altmarkkreis Salzwedel macht dabei keine Ausnahme, auch hier gibt es engagierte Einwohner. Während eines Aktionstages (World Cleanup Day) im September kamen etwa sechs Tonnen Müll zusammen. Die Gegenstände lagen in Wäldern, auf Wiesen und an Straßen innerhalb der Region Gardelegen. Die Deponie GmbH stellte Arbeitsmaterialien zur Verfügung und half bei der Organisation einer Dankeschön-Veranstaltung. „Geholfen haben viele Freiwillige, die Teilnahme war überraschend groß“, schätzt das Unternehmen ein.

Weniger Verpackung

Das Thema Müllvermeiden soll weiterhin in der Öffentlichkeit bleiben. Die Deponie GmbH verweist dabei auf Ratschläge von Ämtern, Initiativen und Unternehmen. Es wird zum Beispiel dafür geworben, beim Trinken mehr Leitungswasser zu nutzen. Der Grund: Dieses muss nicht verpackt werden. Leitungswasser sei das in Deutschland am besten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. Öffentlichkeitswirksam wird dabei auf folgendes Motto gesetzt: „Die beste Verpackung ist keine Verpackung.“

Lagermöglichkeiten

Bei den Initiativen „Keiner ist Perfekt“ und „Zu gut für die Tonne“ wird versucht, das Wegwerfen wertvoller Lebensmittel zu minimieren. Denn immer bleibt ein Teil der Ernte nur wegen des Aussehens auf dem Feld liegen, wird vernichtet oder zur Energiegewinnung zweckentfremdet. Das richtige Lagern in privaten Haushalten spielt ebenfalls eine Rolle. Äpfel – auch aus dem eigenen Garten – können je nach Sorte monatelang halten. Und zwar wenn sie kühl, dunkel sowie an einem gut gelüfteten Ort liegen. Kleidung werde ebenfalls immer mehr zum Wegwerfartikel. Nicht alles ist immer Müll, sondern könnte an gemeinnützige Organisationen gespendet werden. Außerdem gibt es immer mehr Tauschbörsen.

Das Bundesumweltamt legt viel Wert auf Mehrweg. „Mehrwegflaschen aus Glas werden mehr als 50-mal wieder befüllt, bevor sie recycelt werden. Dosen und Einwegflaschen sind bereits nach der ersten Nutzung Abfall“, wissen die Fachleute. Um die Behälter besser unterscheiden zu können, wurde das Mehrwegzeichen eingeführt – der Pfand beträgt zwischen 8 und 15 Cent.

Die Deutsche Umwelthilfe erklärt, dass biologisch abbaubare und biobasierte Kunststoffe nicht in die Biotonne und auch nicht auf den Komposthaufen gehören. Die Behandlungszeiten bei den Anlagen seien zu kurz, die Tüten verfallen nicht vollständig. Als Alternative bleibt der Gelbe Sack. Dort werde beim Entsorgen oftmals kein Unterschied zwischen Bio- und dem normalen Kunststoff gemacht, da die Maschinen ihn nicht erkennen.

VON CHRISTIAN ZIEMS

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