Zehn Kandidaten für die Endausscheidung von „Mensch 2013“ stehen fest

Abgestimmt fürs Ehrenamt

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Schwierige Abwägung: Die Jury hatte es gestern im Konferenzraum der Altmark-Zeitung nicht leicht, unter den insgesamt 18 von Lesern vorgeschlagenen Kandidaten zu wählen – erst im Stechen fielen die letzten Entscheidungen.

Salzwedel. Manche schleppten unermüdlich Sandsäcke beim Elbehochwasser, andere versorgten die Einsatzkräfte mit Nahrung und Getränken.

Dann sind da die Ehrenamtlichen, die durch jahrzehntelanges Engagement dafür sorgen, dass die Lebensqualität auf dem Lande erhalten bleibt. Andere kümmern sich aufopferungsvoll um herrenlose Tiere oder darum, dass Jugendliche gerne in den Sportverein gehen.

Mit anderen Worte: Die Liste der Menschen, die sich in der Altmark ehrenamtlich engagieren, ist lang. Entsprechend schwer hatte es gestern die Jury, als sie aus einer Vielzahl von Leservorschlägen die zehn Kandidaten für „Mensch 2013“ festlegen musste.

Die Jury-Mitglieder haben ihre Arbeit getan, jetzt haben die Leser der Altmark-Zeitung das Wort. Vom 4. bis 15. Februar stellen wir die Kandidaten dienstags bis freitags noch einmal in persönlichen Porträts vor. Dazu werden Stimmzettel gedruckt, mit denen sich die AZ-Leser an der Wahl des „Mensch 2013“ beteiligen können. Unter allen Teilnehmern der Umfrage werden dann diverse Gewinne verlost.

Wichtig: Jeder Leser hat nur eine Stimme und einzureichen ist der Original-Gutschein aus der Altmark-Zeitung. Kopien werden nicht anerkannt.

Der „Mensch 2013“ wird dann bei einer festlichen Gala am 28. März im Mercedes-Haus Salzwedel geehrt – stellvertretend für alle Ehrenamtlichen, die die Altmark-Zeitung, die Sparkasse West und die Avacon mit dieser gemeinsamen Aktion würdigen wollen.

Die Kandidaten

Heinrich Filipan aus Kuhfelde. Der 65-jährige Bogensportler ist als Trainer der von ihm gegründeten Kuhfelder Abteilung fast unersetzlich. Außerdem ist Filipan Präsidiumsmitglied des BSV Salzwedel, wo er mental- und körperbehinderte Bogensportler trainiert.

Alfred Fischer  aus Gardelegen. Er ist seit nunmehr 21 Jahren Vorsitzender des Sängerbundes Heide-Drömling, war zeitweilig stellvertretender Vorsitzender im Landeschorverband Sachsen-Anhalt und ist außerdem aktiver Sänger des Gardelegener Männerchores Eintracht und des Postchores.

Klaus Gabriel aus Salzwedel ist seit 48 Jahren beim Deutschen Roten Kreuz, Sanitäter mit Leib und Seele und auch Sanitätszugführer. Mit seinem Zug war er beim Elbe-Hochwasser dort eingesetzt, wo die Situation am schwierigsten war: an der Deichbruchstelle Fischbeck.

Karsten Jürgens aus Salzwedel. Seine Kameraden haben den 45-Jährigen als „Mensch 2013“ vorgeschlagen, weil der Vize-Chef der Salzwedeler Wehr bei den Einsätzen stets vorn dabei ist und sich in hunderten von Stunden verschiedenste Spezialkenntnisse angeeignet hat. Für die Ausbildung anderer Feuerwehrleute opfert er 20 Sonnabende im Jahr – neben den anderen Ausbildungen bei den wöchentlichen Diensten.

Ulf Kamith aus Kakerbeck. Der Feuerwehrmann war zwölf Tage und damit länger als jeder andere Feuerwehrmann aus der Westaltmark im Hochwassereinsatz. Der Chef der Feuerwehr in Kakerbeck ist außerdem ehrenamtlicher Ortsbürgermeister in seinem Dorf und Abgeordneter im Kalbenser Stadtrat.

Erna Klassen aus Salzwedel. Die 63-Jährige betreut das Nähstübchen im Mehrgenerationenhaus ihrer Stadt. Fünf Tage in der Woche schneidert sie für Bedürftige.

Henry Klipp aus Klötze. Der Leiter des Klötzer DRK-Betreuungszuges hat mit seinem Team beim Hochwasser dafür gesorgt, dass die Helfer nicht hungern mussten. Klipp managte den Einkauf, kümmerte sich um den Aufbau der Versorgungszelte und war rund um die Uhr für die Feuerwehrleute im Einsatz.

Corinna Köbele aus Kalbe. Sie ist Initiatorin der Künstlerstadt, hat ihre Idee beharrlich gegen alle Widerstände weiter verfolgt und dafür gesorgt, dass 15 Studenten während des Sommers mehrere Wochen in leer stehenden Häusern wohnen und arbeiten. Die Besucher aus ganz Deutschland malten Bilder, fertigten Skulpturen und sorgten so für großes Aufsehen.

Wolfgang Pietsch aus Salzwedel. Der Vorsitzende der hiesigen Verkehrswacht setzt sich seit nunmehr schon 22 Jahren für die Sicherheit im Straßenverkehr ein. Er arbeitet mit Schulen und Kindertagesstätten eng zusammen und sorgt dafür, dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer präventiv mit in die Sicherheitsarbeit einbezogen werden.

Die Erbauer der Schwiesauer Wassertretstelle. Sie haben in über einjähriger Arbeit aus dem kleinen Bach an den Schwiesauer Wiesen ein Kleinod gemacht. Ihre Namen: Konrad Hempel, Dieter Götzen, Werner Hartmann, Helmut Fuchs, Gerhard Glaue, Lutz Schmidt, Martin Riedel und Dr. Wilfried Schielke.

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