Gehwege sollen barrierefrei werden / Programm zum Absenken von Borden

Verkehrskonzept in Salzwedel: Zebrastreifen an Kreiseln

+
Für den Kreisverkehr an der Volkshochschule gibt es den Vorschlag, Zebrastreifen statt der gestrichelten Markierung auf die Fahrbahn zu bringen.

Salzwedel. Kleinere Kreisverkehre in Salzwedel haben Übergangshilfen für Fußgänger, zu denen gestrichelte Linien auf der Fahrbahnoberfläche gehören.

Doch dies ist laut dem Entwurf für das neue Verkehrsentwicklungskonzept, das von einem Dresdener Planungsbüro erstellt wurde, nicht ausreichend. So wird vorgeschlagen, neu zu markieren. Und zwar mit weißer Farbe als Zebrastreifen. Dies würde zum Beispiel den Kreisverkehr an der Kreisvolkshochschule betreffen. Noch wurde das Konzept aber nicht vom Stadtrat beschlossen.

Der Durchgang in Richtung Wollweberstraße könnte für das Fahrradfahren gesperrt werden und nur für Fußgänger passierbar sein. Auch die Übergänge zu den Fahrbahnen rücken ins Blickfeld.

Die Idee, die Zahl der Fußgängerüberwege zu erhöhen, ist aber nur ein Bestandteil, um für die Sicherheit der Fußgänger zu sorgen. Darüber hinaus schlägt Planer Tobias Schönefeld bauliche Hilfe vor, mit denen sich Straßen leichter überqueren lassen. Dazu gehören Mittelinseln, die zum Teil gepflastert sind. Dort können Passanten bei Bedarf stoppen und dann die zweite Etappe über die Fahrbahn in Angriff nehmen. Möglich sind auch mit provisorischen Aufbauten abgegrenzte Bereiche mit striktem Parkverbot. Solch ein Bauwerk befindet sich zum Beispiel im Bereich Schillerstraße / Goethestraße.

Um Lücken im Gehwegnetz zu schließen, soll speziell für Fußgänger neu gebaut werden. Dies betrifft die Magdeburger Straße, die Lindenallee, die Bahnhofstraße sowie die Chüdenstraße. Anhand von Trampelpfaden lässt sich leicht erkennen, wo Spaziergänger häufig entlang laufen.

Ein bekanntes Problem in Salzwedel: Angehobene Gehwege und schiefe Bordsteinkanten – wie an der Wollweberstraße – werden zu Stolperstellen.

Ein Extrapart im Konzept-entwurf nimmt der Durchgang ein, der von der Mittelstraße über die Goethestraße zur Ernst-Thälmann-Straße führt. Dieser Abschnitt soll optimiert werden. Insbesondere was die Anbindung an den Fahrbahnen betrifft. Mit neuem Pflaster könnte unter anderem die Goethestraße für Spaziergänger sicherer werden. Ein weiterer Vorschlag: Den Gehweg mit dem Schild „Rad frei“ ergänzen. Damit wäre der Durchgang für Fahrradfahrer eingeschränkt, sie dürften dann nur schieben.

In dem Papier ist auch von einem so genannten „städtischen Gehwegsanierungs- und Bordabsenkungsprogramm“ die Rede. Insbesondere in der Altstadt haben Mensch mit körperlichen Einschränkungen Probleme. Etliche Bord- sowie Pflastersteine wurden im Laufe der Jahrzehnte immer schiefer und stellen Stolperfallen dar. Bei Straßenbauprojekten empfehlen die Planer, gleich Barrierefreiheit zu schaffen. Dazu zählen neben breiten Verkehrsräumen auch Oberflächen, auf denen Räder (zum Beispiel von Rollatoren) gut rollen, sowie der Verzicht auf Hindernisse.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare