Im Gericht: Bewährung für 31-Jährigen

Zaunbau in Salzwedel eskaliert zum großen Streit

Salzwedel – Körperverletzung und Sachbeschädigung lautete die Anklage gegen einen 31-Jährigen. Der Angeklagte bekam eine Bewährungsstrafe und eine Warnung von Richter Klaus Hüttermann.

Gestern ging es um gleich zwei Straftaten eines Salzwedelers. Die Taten trugen sich am 7. August vergangenen Jahres zu. Der 31-Jährige hatte bei einer Auseinandersetzung mit seinem 50-jährigen Nachbarn diesen angegriffen. Angeblich ging der Angeklagte mit einem Messer auf den Nachbarn los und schlug diesen zudem mit einer Holzlatte auf den linken Unterarm. Der Geschädigte kam mit Schürfwunden davon.

Angefangen hatte der Konflikt zwischen den beiden lange zuvor. Der 50-Jährige kaufte das Haus neben dem Angeklagten und errichtete einen Zaun. Der 31-jährige Salzwedeler wiederum sei so nicht mehr an seine Fahrräder und Mülltonnen gekommen. Die Vermieterin des Angeklagten konnte nicht helfen. Infolgedessen zerstörte der 31-Jährige den Zaun mehrfach, was den 50-Jährigen nicht davon abhielt, den Zaun neu aufzubauen.

Beim letzten Versuch, den Zaun zu beschädigen, wurde der Angeklagte vom 50-Jährigen erwischt. Und so kam es zum körperlichen Angriff.

Der Salzwedeler gab dann bei der Verhandlung an, sich keiner Schuld bewusst zu sein. Später gestand er jedoch, den Zaun kaputtgemacht und die Rangelei begonnen zu haben.

Nach der kurzen Befragung des Geschädigten als Zeugen ging es an die Urteilsfindung. Die Staatsanwältin forderte sechs Monate Haft, auf zwei Jahre Bewährung ausgesetzt, für die erste Straftat und 40 Tagessätze zu je 13 Euro für die zweite, die Sachbeschädigung. Zusammengezogen sieben Monate Haft auf Bewährung. Die Staatsanwältin begründete dies mit einer gefährlichen Körperverletzung, da der Angeklagte nicht nur körperlich, sondern mit einem Stück Holz den 50-Jährigen verletzt hätte. Zu seinen Gunsten zählte sie das Messer nicht mit, da die Existenz der Waffe nicht bewiesen werden konnte.

Richter Hüttermann sprach in seinem Urteil dann sieben Monate Haft auf drei Jahre Bewährung aus. „Mein Ziel ist es nicht, Sie einzusperren. Erlauben Sie sich nichts mehr“, sagte Hüttermann abschließend mahnend in Richtung des Angeklagten. lz

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