Offenbar werden diese dort vorsätzlich verteilt

Wollweberstraße kreuzgefährlich: Anlieger sammeln pfundweise Nägel und Schrauben ein

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Thomas Herrmann präsentiert die Bandbreite an Nägeln und Schrauben, die er auf der Straße und den Gehwegen gesammelt hat.
  • Holger Benecke
    VonHolger Benecke
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Auf der Wollweberstraße streut jemand Nägel und Schrauben. Und das von allen Sorten und gleich pfundweise.

ie hat nicht etwa ein Handwerkerauto verloren, sind sich die Anlieger Viola Blankenburg und Thomas Herrmann sicher. Denn das geht seit gut drei Wochen so, das die gefährlichen Teile auf der Fahrbahn und auf den Gehwegen liegen. „Kaum haben wir sie aufgesammelt, liegen wieder neue da“, ist Herrmann im Harnisch. Erwischt haben sie bislang noch niemanden.

Immer wieder entdecken Anlieger die gefährlichen Teile vor ihren Häusern oder wie hier vor der „Rappelkiste“.

Salzwedel - Betroffen ist der Abschnitt von der Aufmündung zur Neuperverstraße bis zwei, drei Häuser hinter der Kindertagesstätte „Rappelkiste“, berichtet Herrmann. Stichwort Gefahr: „Von einem Platten mal ganz abgesehen, wenn ein Bolzen von einem Reifen durch die Gegend geschleudert wird und parkende Autos trifft oder Menschen. Gar nicht auszudenken, wenn es ein Kind von der ,Rappelkiste‘ ist“, hat Viola Blankenburg Angst.

Deswegen ist sie am Montag kurzer Hand zur Polizei gegangen. Dort hat man die Sache aufgenommen. „Wir schicken verstärkt Streifen über die Wollweberstraße, die die Situation beobachten“, sagte Pressesprecher Norman Wagner. Indes sorgen sich Viola Blankenburg und Thomas Herrmann weiter. „Bevor wir mit unseren Autos losfahren, gehen wir erst einmal eine Runde drumherum. Hilft aber auch nicht viel, wenn der nächste Nagel fünf Meter weiter liegt“, schätzt Herrmann ein.

Ein Teil des Sammelsuriums, das die Anwohner auf der Wollweberstraße und den Gehwegen gefunden haben.

Auch die Schüler, die tagtäglich mit ihren Mopeds über die Wollweberstraße zum Jahn-Gymnasium fahren, seien gefährdet. Viola Blankenburg sieht durch die Streuerei einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. „Wir finden jeden Tag neue Nägel und Schrauben“, sagt sie und zeigt die Ausbeute ihres Sohnes vom Abend zuvor.

Während der Schrauben- und Nagelstreuerei wurden in dem genannten Abschnitt auch drei Autos an der Wollweberstraße zerkratzt, wissen Blankenburg und Herrmann nicht, was noch alles kommt.

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