Knöllchen vor der Kita

Wollweberstraße: Eltern stört Halteverbot zur Hauptbringezeit

Mit dem Zeitraum der Straßenreinigung und dem Halteverbot auf der Wollweberstraße sind manche Eltern von „Rappelkiste“-Kindern nicht einverstanden.
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Mit dem Zeitraum der Straßenreinigung und dem Halteverbot auf der Wollweberstraße sind manche Eltern von „Rappelkiste“-Kindern nicht einverstanden.

Salzwedel – Bert Radtke aus der Hansestadt spricht von einem Missstand, wenn er an das denkt, was dienstags vor der Kita „Rappelkiste“ an der Wollweberstraße passiert.

Er und andere Eltern, die ihre Sprösslinge dort morgens abliefern, haben kürzlich eine Zahlungsaufforderung von der Stadt bekommen – sprich: Strafzettel.

Dienstags zwischen 6 und 8 Uhr fährt die Kehrmaschine durch die Straße. Logisch, dass dann ein Halteverbot gilt. Problem dabei: In diesem Zeitraum öffnet auch die „Rappelkiste“. Eltern und Stadtreinigung kommen sich also zur Hauptbringezeit regelmäßig in die Quere.

Was aus Bert Radtkes Sicht ungerecht und unverhältnismäßig sei: Obwohl die Reinigung bereits durch war, gab es trotzdem Strafzettel.

Die Reaktion des zuständigen städtischen Ordnungsamtes lieferte der Salzwedeler der AZ im Gespräch gleich mit: „Dort ist man der Meinung, dass alles so richtig ist.“ Die Eltern sollen stattdessen auf umliegende Straßen wie die Alte Jeetze oder die Neuperverstraße ausweichen, sei ihm außerdem gesagt worden. Doch damit kann sich der Vater nicht anfreunden – zu weit sei der Weg mit dem Kind am Arm.

Bert Radtke wünscht sich für die Wollweberstraße eine Reinigungszeit wie für die Alte Jeetze. Dort ist dienstags schon 7 Uhr Schluss mit dem Saubermachen. Das würde den Kita-Eltern bereits genügen, meint er, um Strafzetteln aus dem Weg zu gehen.

Seitdem die Wollweberstraße modernisiert worden ist, haben sich so manche Probleme aufgetan. Anwohner meckerten über Raser auf der neuen, glatten Fahrbahn; parkende Fahrzeuge in der zweiten Reihe und über allmorgendliche Hupkonzerte vor der Kindertagesstätte. Dauerparker sollen zudem den Anwohnern die Stellflächen wegnehmen, hieß es außerdem. Nun kommt der Knöllchenärger hinzu. VON JENS HEYMANN

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