Ideen für Altperverstraße / neue Streifen auf Nicolaiplatz

Wohnungen statt Stadtarchiv

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Das Abrissgrundstück an der Altperverstraße hat eine Diskussion ausgelöst. Neben dem Vorschlag, dort das Stadtarchiv zu errichten, könnten auch altersgerechte Wohnungen eine Rolle spielen.

Salzwedel. Der Vorschlag von Sabine Danicke, für das Stadtarchiv einen Neubau an der Altperverstraße ins Auge zu fassen, hat eine Diskussion ausgelöst. Sie nannte beim Neujahrsempfang das Abrissgrundstück der einstigen Brauerei als möglichen Standort (AZ berichtete).

Salzwedels Bauausschussvorsitzender Karl-Heinz Schliekau (CDU) sprach sich am Montag dagegen aus: „Die öffentliche Hand kann nicht immer einspringen. Wir sollten nicht zu viel Mittel in die Hand nahmen.“ Er sieht andere Chancen, um die Altperverstraße zu beleben. Und zwar in Form von altersgerechten Wohnungen. „Die Wohnungsbaugesellschaft hat für ihr neues Objekt bereits über 70 Anfragen. Der Bedarf ist also da“, sieht der Salzwedeler die Möglichkeit, weitere seniorengerechte Objekte zu schaffen. Und zwar auf dem Abrissgrundstück, das keinen guten Eindruck macht.

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In diesem Zusammenhang sprach er auch den Nicolaiplatz an, der sich direkt dahinter befindet. Dort gibt es immer wieder Probleme mit Fahrzeugen. Wenn es in diesem Bereich voll wird, parken einige auch schon mal in der dritten Reihe. Andere Fahrer kommen dann nicht weg. Das Problem: Markierungen halten auf dem Pflaster kaum. Dies liege auch an der hohen Frequentierung. So lautete zumindest die Begründung der Verwaltung gegenüber der Altmark-Zeitung.

Doch Karl-Heinz Schliekau will dies nicht so einfach hinnehmen. Er glaubt, dass es durchaus Möglichkeiten gebe Markierungen langfristig zu platzieren und damit eine sichtbare Grundlage für die Parkordnung zu schaffen. „Auf jedem Supermarktparkplatz geht das. Dann muss es doch auch im öffentlichen Raum funktionieren. Das ist ein Armutszeugnis“, unterstrich der Stadtrat. Er hatte am Montag auch Lösungsvorschläge parat. So sollte die Markierung aufgetragen werden, wenn es längere Zeit sehr trocken war. Eine weitere Möglichkeit: Heißplastik wie es auf Autobahnen verwendet wird. Allerdings schränkte Karl-Heinz Schliekau ein, dass diese Variante auch sehr teuer sei. Trotzdem möchte er das Problem nicht einfach so auf sich beruhen lassen.

Von Christian Ziems

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