Marketingausschuss sieht Bedarf für mehr Stellplätze

Wohnmobilisten wollen in die Stadt Salzwedel

+
Die Stellplätze für Wohnmobile gibt es seit 1997 am Salzwedeler Freibad. Doch die Kapazitäten reichen nicht mehr. Zudem mangelt es an Entsorgungsmöglichkeiten.

Salzwedel. Die Stadtratsfraktionen sollen beraten und der Verwaltung einen Vorschlag unterbreiten: Darauf verständigten sich die Mitglieder des Marketingausschusses mit Blick auf die Stellflächen für Wohnmobile nach einer Diskussion am Montagabend.

Hintergrund: Die vorhandenen Möglichkeiten würden nicht mehr ausreichen, um den Bedarf zu decken. Darauf wies Andreas Gödecke hin, der sich jahrelang um den Bereich am Freibad gekümmert hat: „Als ich es vor sechseinhalb Jahren übernommen habe, kamen vor allem Gäste, die für Feiern in Salzwedel waren oder Verwandte besucht haben. Touristische Gründe gab es keine. “.

Dies habe sich inzwischen geändert. Mehr als sechs Mobile passen nicht hin. „Ich hatte auch schon einen in meinem Garten stehen“, erklärte Andreas Gödecke, der mit seiner Familie am Freibad wohnt und ergänzte: „Man will ja niemanden wegschicken.“ Er stellte dem Ausschuss seine Ideen vor. So könnte der Platz zwischen Freibadgelände und Tennisanlage für zusätzliche Plätze genutzt werden. Was die Betreuung angeht, schlug Andreas Gödecke die Betreiber der angrenzenden „Essbar“ vor. Er verschwieg aber auch nicht, dass es Anlieger gibt, die mit dem Stellplatz nicht einverstanden sind und mit ankommenden Gästen diskutieren, bevor die überhaupt eingeparkt haben.

„Wir haben dort ein Defizit“, hat Stadtrat Peter Fernitz (CDU) festgestellt. Doch der finanziellen Nöten sollen Lösungen her. So kam auch der Parkplatz am Chüdenwall zur Sprache. Dort könnten weitere Stellflächen für Wohnmobile ausgewiesen werden. Der Verkehrsausschuss hat sich dagegen ausgesprochen, weil Ent- und Versorgungseinrichtungen geschaffen werden müssen. Dies betrifft Wasser, Strom und Abfall. Am Freibad sind auch Modernisierungen nötig. Bislang gibt es keine Möglichkeit, zum Beispiel den Inhalt einer Chemietoilette zu entsorgen. Eine vorhandene Pumpe stellte sich als ungeeignet heraus, die wurde einst für Boote konstruiert und inzwischen wieder abgebaut.

Wolfgang Kulig aus Salzwedel kennt sich mit Wohnmobilen aus und begrüßt die Idee, mehr Stellplätze zu schaffen. Er hat sich vor Ort umgeschaut und ist der Meinung, dass die vorhandenen technischen Möglichkeiten ohne zu großen Aufwand am Freibad erweitert werden könnten. Er verwies auch auf das Internet. Dort wird der Salzwedeler Platz erwähnt – eine Nacht kostet demnach drei Euro. Doch Hauptamtsleiter Matthias Holz verwies darauf, dass für das Stehen kein Geld verlangt wird. Nur das Benutzen der vorhanden Stromanschlüsse kostet, genauso wie der Eintritt ins Freibad.

„Wir sollten das in die Fraktionen mitnehmen und beim nächsten Ausschuss noch einmal darüber diskutieren“, schlug Ute Brunsch (Die Linke) vor. Diesem Antrag folgten die Kommunalpolitiker.

Von Christian Ziems

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare