Eigenheime oder Gewerbe

Salzwedel: Wohnen auf dem Bauhofgelände

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Das Bauhof-Gelände (l.) könnte verkauft werden oder als Baugebiet für Eigenheime zur Verfügung stehen.
  • Holger Benecke
    vonHolger Benecke
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Im August soll der Salzwedeler Bauhof umziehen. Danach steht das Areal zur Nachnutzung zur Verfügung. Eigenheimbauplätze wären möglich. Aber auch eine gewerbliche Ansiedlung. Hallen sind vorhanden. 

Salzwedel – Im Salzwedeler Bauhof stehen die Zeichen auf Umzug. Dieser ist für den August geplant. Am neuen Gelände an der Magdeburger Straße (ehemalige Jeetze-Landschaftssanierung) laufen bereits die Vorbereitungen (wir berichteten). Doch was geschieht mit dem alten Bauhof-Gelände an der Lüneburger Straße? Vor Jahren schon aufgebrachte Gerüchte, dass Rewe dort einen Markt bauen will, wurden von dem Discounter seinerzeit dementiert. Nun ist Eigenheimbau als Nachnutzung ins Visier gerückt. Zumal an der Lüneburger Straße friedhofsseitig in den vergangenen Jahren in dieser Richtung bereits gebaut wurde.

An der Lüneburger Straße stehen die Zeichen auf Umzug. Dieser soll nun endlich im August erfolgen.

Das ist Thema im jüngsten Finanzausschuss gewesen. Die Links-Fraktion hatte nämlich einen Antrag eingereicht, den Verkauf des bald ehemaligen Betriebsgeländes an der Lüneburger Straße aus dem Haushalt 2021 zu streichen. Die Fraktion begründete dies mit dem Schaffen von Bauflächen für Ein- oder Mehrfamilienhäuser. Denn es handele sich um ein ideales Wohngebiet mit Innenstadtnähe, sowie Grundschulen, Kindergarten und Freizeitstätten in der Nachbarschaft. „Außerdem profitieren die aktuellen Anlieger von einer reduzierten Lärmemission, wenn das Areal künftig nicht mehr gewerblich, sondern als Wohnfläche genutzt wird“, heißt es im Antrag.

Die Linken wünschten sich, dass diese Option von der Verwaltung geprüft und im zuständigen Fachausschuss besprochen wird. Doch dazu wird es voraussichtlicht erst einmal nicht kommen. Denn Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel wolle das Thema lieber im nächsten Jahr behandeln, also nach Umzug des Bauhofes. Dann mache es mehr Sinn, sagte die Stadtchefin im Finanzausschuss. Gleichzeitig ließ sie durchblicken, eine gewerbliche Nachnutzung nicht von vornherein ausschließen zu wollen und erwähnte in diesem Zusammenhang die immerwährende Möglichkeit, dass sich dort beispielsweise ein Supermarkt ansiedeln könnte.

Die vorhandene Infrastruktur des Bauhofes wäre für ein mittelständisches Unternehmen ideal.

Letzteres wiederum würde für Verkehrsprobleme im Bereich der Lüneburger Straße / Kreuzung Drei-Länder-Eck sorgen. Besonders an Donnerstagen, wo dort die Karawane in Richtung Bauernmarkt vorbeizieht. Ganz abgesehen davon, dass die Lüneburger Straße erst einmal grundhaft ausgebaut werden müsste, um einem Discounter den Standort für einen Supermarkt überhaupt erst schmackhaft zu machen.

Eine gewerbliche Nachnutzung würde sich schon eher anbieten. Immerhin stünden dafür die Lagerhallen des Bauhofes zur Verfügung, inklusive der Nebengelasse und des Sozialtraktes – ideal für einen mittelständischen Betrieb.

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