Lüchow-Dannenberg muss mit Nachbarn über Fusion verhandeln / Weg könnte in den Osten führen

Wohin mit dem Wendland?

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Die Altmark mit dem Wendland in einem Kreis vereint? Was nach einer Sommerlochgeschichte klingt, hat einen handfesten Hintergrund. Denn der Landkreis Lüchow-Dannenberg steckt in argen finanziellen Schwierigkeiten und hat sich vertraglich verpflichtet, mit Nachbarkommunen zu verhandeln.

Altmark / Wendland. Gleich vorneweg: Es ist keine Sommerlochgeschichte und auch kein Aprilscherz, sondern harte Realität. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg muss aufgrund seiner prekären Finanzsituation mit benachbarten Kommunen über eine Fusion verhandeln.

Möglicherweise auch über Landesgrenzen hinweg, also beispielsweise mit dem Altmarkkreis Salzwedel sowie dem Landkreis Stendal.

Den Kreisen in Niedersachsen steht das bevor, was Sachsen-Anhalt zuletzt 2007 erlebt hat: eine Kreisgebietsreform. Noch ist es nur ein Plan (das so genannte Hesse-Gutachten), das in der Landeshauptstadt Hannover kursiert. Aber Gutachter Joachim Jens Hesse sagt ganz klar – die Landkreise im Nordosten Niedersachsens, damit auch Lüchow-Dannenberg, seien auf Dauer allein nicht überlebensfähig. Dazu kommt, dass sich die Wendländer vertraglich verpflichtet haben, Fusionsverhandlungen zu führen (Zukunftsvertrag). Dafür erließ ihnen das Land 81 Millionen Euro Schulden.

In erster Linie werden die Lüchow-Dannenberger mit ihren Nachbarn reden müssen – mit Uelzen und Lüneburg. Die haben bislang aber wenig Interesse für solche Gespräche gezeigt. Der grundlegende Zukunftsvertrag lässt allerdings auch die Hintertür zur Altmark offen.

Von Jens Heymann

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