Energiesparende Sanierung: Mieter müssen nun im Winter die Heizungen aufdrehen

Salzwedel: Wobau investiert 3,2 Millionen Euro

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An der Ernst-Thälmann-Straße lässt die Wohnungsbaugesellschaft ihre letzten Blöcke energetisch sanieren. Neue Heizungen und Dämmungen auf den Dachböden werden derzeit in drei Blöcken installiert.

Salzwedel. Rund 3,2 Millionen Euro investiert die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) der Stadt Salzwedel in diesem Jahr in ihre Immobilien. Ein dicker Posten sind etwa 800 000 Euro, die alleine für die jährliche Instandsetzung draufgehen.

Zudem geht es weiter mit der energetischen Sanierung. Rund eine halbe Million Euro kostet das Modifizieren der Heizungen an der Ernst-Thälmann-Straße. Drei Blöcke sind zurzeit in Arbeit: Nr. 2 bis 10, 48 bis 52 und 83 bis 97.

„Dann sind wir an der Thälmannstraße durch“, sagt Wobau-Geschäftsführerin Gudrun Bubke. Die Heizungen werden dort auf das Zwei-Rohr-System umgestellt. Zudem werden die Rohre isoliert und verkleidet. Viele Mieter hatten bislang geklagt, dass bei wärmeren Temperaturen die Wohnungen zu warm waren. Zwar konnte die Heizung abgestellt werden, doch durch die Rohre floss das heiße Wasser und heizte ihnen weiterhin kräftig ein.

Das ist nun Geschichte. Und stört jetzt wieder andere Mieter: „Da müssen wir ja im Winter die Heizungen aufdrehen und künftig Heizkosten bezahlen“, beschwerte sich ein Mieter, der seinen Namen nicht nennen wollte, „über die Abzocke“ bei der AZ.

Für Gudrun Bubke kommt es auf Energiesparen und eine gerechte Kostenverteilung an, denn bislang hatten die Mieter von Außenwohnungen hohe Ausgaben. Dem wurde durch Dämmmaßnahmen und die neuen Heizungen Abhilfe geschaffen.

Weitere Vorhaben der Wobau konnten in diesem Jahr ebenfalls umgesetzt werden: Die Große Pagenbergstraße 57 – ein Neubau – ist bezogen, „die Mieter sind sehr zufrieden“, hat Bubke positive Rückmeldungen. Nun soll auch noch die Karl-Marx-Straße 29 auf Vordermann gebracht werden. „Nachdem wir unsere Innenstadt-Immobilien fast alle saniert haben, arbeiten wir uns nun und in den nächsten Jahren sozusagen in die zweite Reihe vor“, spricht Bubke weitere Modernisierungen an der Neutor- und Braunschweiger Straße an.

„Zudem haben wir den Stadtumbau Ost auf dem Plan“, blickt Gudrun Bubke in Richtung Wohngebiet Arendseer Straße.

Von Holger Benecke

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