Ab Januar gibt es Gelbe Säcke im Altmarkkreis nur noch gegen Abholkarte / Ein Sack pro Woche

Es wird „massiv gebunkert“

Gelbe Säcke gibt es ab Januar im Altmarkkreis nur noch gegen die Vorlage der Abholkarte (links). So soll einer Zweckentfremdung vorgebeugt werden. Kalkuliert wird mit einem Sack pro Haushalt und Woche. Foto: Malte Schmidt

Salzwedel. Ab Januar gibt es die Gelben Säcke nur noch per Abholkarte: Vier solcher Kärtchen finden sich in der Mitte des neuen Abfallkalenders, der dieser Tage allen Haushalten des Altmarkkreises zugestellt wurde.

Vier Karten pro Haushalt, das macht vier Rollen à 13 Säcke, also einen Sack pro Woche. Abfallexperten haben ausgerechnet, dass die Haushalte damit ausreichend versorgt sind. Wer mehr Säcke braucht, kann kostenlos weitere Abholkarten bestellen – per Telefon oder per E-Mail.

„Gelbe Säcke sind ein teures Wirtschaftsgut, das ausschließlich zur Entsorgung von Verpackungen verwendet werden darf“, erklärt Landrat Michael Ziche im Abfallkalender. Immer wieder sei es in der Vergangenheit vorgekommen, dass die Säcke zweckentfremdet wurden, um Laub, Müll oder Altkleider zu entsorgen. Dem will der Kreis nun vorbeugen und stützt sich dabei auf Erfahrungen aus dem Nachbarlandkreis Stendal, wo die Abgabe per Abholkarte bereits praktiziert wird.

Seit das neue Verfahren bekannt ist, decken sich einige vorsorglich mit Gelben Säcken ein, um für 2013 vorzusorgen. Im Salzwedeler Bürgercenter registrieren die Mitarbeiter zwar keine übermäßige Nachfrage. In der Kreisverwaltung und bei der Alba selbst werde allerdings „schon massiv gebunkert“, wie eine Nachfrage der AZ ergab. Neben der Kreisverwaltung selbst sind auch dem Dährer Raiffeisenmarkt die Gelben Säcke ausgegangen. Beide haben nachgeordert und „werden noch beliefert“, bestätigte Katrin Pfannenschmidt vom Altmarkkreis. Wie sie weiter sagte, gibt es die Gelben Säcke ab Mittwoch, 2. Januar, direkt an der Information der Kreisverwaltung Salzwedel.

In Klötze musste die Stadtverwaltung bereits drei- bis viermal nachordern, um den Bedarf zu decken. Dort hofft Bürgermeister Matthias Mann auf die Toleranz und Vernunft bei den Einwohnern, die Säcke nicht übermäßig zu horten. An einen verantwortungsvollen Einsatz der Gelben Säcke appelliert auch Katrin Pfannenschmidt. Sie verweist auf den Landkreis Stendal, der das Kartensystem vor einem Jahr eingeführt hat: Dort wurden 800 000 Säcke weniger als in den Vorjahren ausgegeben.

Katrin Pfannenschmidt erinnert aber auch daran, dass keiner Angst zu haben braucht, der mit einem Gelben Sack pro Woche nicht auskommt: Schließlich können zusätzliche Säcke kostenlos nachbestellt werden.

Von Ulrike Meineke

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