Dampflokfreunde würden sich auch über Salzwedeler im Schaudepot Wittenberge freuen

„Wir ziehen mit an die Elbe“

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Für den Transport des rollenden Materials war es besonders wichtig, dass die Sicherheit, vor allem die Bremssysteme, funktionierten. Gezogen wurde der Tross von einer Diesellok.

Salzwedel. Für den Salzwedeler Björn Strähle und Rudolf Havemann aus Gorleben begann Sonnabend eine abenteuerliche Reise. Gemeinsam mit den anderen Dampflokfreunden machten sie sich mit insgesamt vier Wagen und drei Dampfloks auf die Reise ins brandenburgische Wittenberge.

Über Stendal sollte die Reise gehen. „Das ist ein Großteil des rollenden Materials, das wir nach Wittenberge umsetzen“, so die beiden. Strähle ist gelernter Maschinenbauer, Havemann einstiger Polizist aus Westberlin. Also eigentlich keine Eisenbahner, aber mit Enthusiasmus dabei. Traurig über den Umzug sind sie nicht mehr. Auch deshalb nicht, weil nur noch wenige Salzwedeler bei den Dampflokfreunden aktiv sind. Die meisten kommen aus Niedersachsen, auch Bremer und Hamburger sind dabei. „Wir haben in Wittenberge so gute Bedingungen, dass es nun höchste Zeit wird, hier abzuschließen“, meinte Hajo Mittag aus Winsen/Luhe. Die Wittenberger freuen sich auf die Dampflokfreunde. Das entschädigt dafür, dass in Salzwedel kaum jemand den Abschied wahrnimmt, hieß es. „Aber alle, die uns vermissen, können uns ja in Wittenberge besuchen“, so der pensionierte Polizist aus Gorleben.

Wie nach dem Krieg sieht es rund um den Lokschuppen aus. Das bunte Treiben der Dampflokfreunde hatte es übertüncht – aber ohne Unterstützung waren sie schließlich machtlos gegen den Verfall des Objektes.

Von Harry Güssefeld

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