Liestener Kläranlage ist marode und wird durch Grube ersetzt

„Wir können nicht länger warten“

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Die kleine Kläranalge gegenüber dem Liestener Waldbad wird stillgelegt. Eine Sammelgruppe, deren Inhalt dann regelmäßig abgefahren werden muss, ist jetzt geplant.

Liesten. Waldbad, Sportanlage und angrenzende Haushalte sind an eine kleine Kläranlage angeschlossen. Doch diese ist marode und wird in diesem Jahr vom Netz genommen.

Der Verband Kommunale Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (VKWA) hat dies so lange wie möglich rausgezögert. Denn mit dem nahen Waldbad gab es eine Reihe von Plänen. So wollte ein Verein aus dem Gelände ein Sportzentrum machen. In den vergangenen Jahren gab es aber auch immer wieder Schließungsängste, weil das Bad saniert werden müsste, die Gelder aber fehlen. In beiden Fällen würde sich die Menge des Abwassers verändern.

Der Verband wartete ab, um die Projekte nicht zu behindern. „Ich kann dies aber nicht mehr verantworten. Die Werte müssen auch weiterhin eingehalten werden“, unterstrich VKWA-Geschäftsführer Jens Schütte im AZ-Gespräch und ergänzt: „Wir bekommen von der Stadt keine klare Aussage wie es mit der Einrichtung weitergeht.“ Darum muss der Verband nun Nägel mit Köpfen machen. Die jetzige Kläranlage ist marode und wird in diesem Jahr abgeschaltet. Ein Rückbau ist aber erstmal noch nicht geplant. Zunächst gilt es für rund 50 000 Euro eine Sammelgrube zu bauen. Der VKWA lässt das Abwasser dann von dort in einen Lkw pumpen und zum Klärwerk nach Salzwedel bringen. Dort wird es schließlich wieder gesäubert.

Die neue Anlage richtet sich aber nach dem jetzigen Bedarf. „Sollte sich beim Bad etwas ändern, müssen wir noch einmal neu schauen“, so Jens Schütte. Während der Sommerzeit rechnet er damit, dass zu Stoßenzeiten einmal mehr abgefahren werden muss. Dies lasse sich aber alles problemlos organisieren.

Von Christian Ziems

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