Familie Barto aus Stappenbeck blickt nach Brand zuversichtlich in die Zukunft

„Wir haben unser Lachen wiedergefunden“

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Zuzana und Martin Barto sowie ihre beiden Kinder verloren ihr Haus durch einen Brand. Ein Hauptgrund für den bevorstehenden Abriss ist der starke Schimmelbefall.

Stappenbeck. Es war der 6. November 2011, als ein Dachstuhlbrand in ihrem Einfamilienhaus das Leben der Familie Barto aus Stappenbeck auf den Kopf stellte. Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Kameraden brannte das Dach des Hauses vollkommen aus.

Rund vier Wochen später stellte ein Gutachter fest, dass die Schäden an Wänden und Dach zu groß für eine Sanierung sind. Das Haus soll in den nächsten Wochen abgerissen werden. Alle Räume in ihrem damaligen Domizil sind mit Schimmel übersät, überall hängt ein fader Geruch in der Luft. „Lange können wir uns nicht in den Räumen aufhalten. Die Sporen sind einfach zu gefährlich, besonders für die Kinder“, so Martin Barto.

Mittlerweile ist auch die Ursache des Brandes geklärt. Aufgrund von Malerarbeiten im benachbarten Haus war ein elektrischer Kurzschluss entstanden. Dadurch, dass die beiden Dachstühle aneinander grenzen, fing auch das Haus der Bartos Feuer.

Martin Barto und seine 34-jährige Frau Zuzana blicken dennoch zuversichtlich in die Zukunft: „Wir sind optimistisch. Wir werden dann Weihnachten 2012 zum ersten Mal in unseren eigenen vier Wänden feiern“, ist sich das Paar sicher. Denn nach dem Abriss soll gleich mit dem Neubau des Hauses begonnen werden.

Auf die Frage, was sich durch diesen Schicksalsschlag verändert hat, sagen die beiden: „Wir sind noch enger zusammengerückt.“ Und weiter: „Uns haut so schnell nichts mehr vom Hocker. Hauptsache, wir haben uns. Das Wichtigste ist und bleibt die Familie“, so die gebürtigen Slowaken.

Eine vorläufige Bleibe haben sie gleich gegenüber in einer Mietwohnung gefunden. Freunde und Bewohner standen der vierköpfigen Familie immer zur Seite und boten auch die Wohnung an. „Wir sind ruhiger geworden, sehen vieles mit anderen Augen. Und: Wir haben unser Lachen wiedergefunden“, sagt Zuzana Barto.

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