Salzwedeler und Stendaler unter den 30 000 Demonstranten in Berlin

„Wir haben es satt“

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Auf Zetteln konnte jeder Demo-Teilnehmer individuell notieren, was genau er hinsichtlich der Landwirtschaft satt hat.

mei Berlin / Altmark. Unter den mehr als 30.000 Demonstranten, die in Berlin für eine bäuerliche, giftfreie Umwelt und eine Klima und Tiere schützende Landwirtschaft mobil gemacht haben, waren auch etwa 30 Altmärker.

Initiiert worden war die Teilnahme von der Bürgerinitiative (BI) „Saubere Umwelt und Energie Altmark“.

Viele Bauern hatten eine teilweise mehrtägige Reise im 40 km/h-Tempo in Kauf genommen, um mit dem Traktor in Berlin vorzufahren. Es war die größte der seit acht Jahren anlässlich der Grünen Woche stattfindenden Demonstrationen unter dem Motto „Wir haben es satt“. Gefordert wurde das Verbot von Glyphosat und Neonikotinoiden, da diese mit entscheidend für das dramatische Insektensterben seien. Ein weiterer Schwerpunkt war die artgerechte Tierhaltung: Kühe auf die Weide, Stroh für die Schweine, Schluss mit der Verstümmelung.

„Die ganze Aktion war geprägt von einem starken Selbstbewusstsein – nur, wenn es der Natur gut geht, kann es auch uns Menschen gut gehen“, resümiert Christfried Lenz von der altmärkischen BI. Für die industrielle Landwirtschaft zähle nur der Profit, und dieser gehe auf Kosten der Umwelt, des Tierwohls und damit auch des Menschenwohls.

Es blieb nicht bei Forderungen an die politisch Verantwortlichen, sondern diejenigen, die tagtäglich vormachen, wie es besser geht, erhoben ihre Stimmen während der Kundgebung. Sie kamen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Frankreich, Südtirol und Südamerika.

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