Werbegemeinschaft will mit weiteren Ideen Händlern unter die Arme greifen

„Altmark-Live“-Seite für Händler: Per WhatsApp-Nachricht bestellen

Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft und STL-Media Ladenbesitzer Jens Steinführer. Zusammen mit Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, kurbelte er die Internetseite „Altmark-Live“ an. Fotos (2): L. Zahn
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Vorstandsmitglied der Werbegemeinschaft und STL-Media Ladenbesitzer Jens Steinführer. Zusammen mit Jost Fischer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft, kurbelte er die Internetseite „Altmark-Live“ an. Fotos (2): L. Zahn

Salzwedel – Die Läden in der Hansestadt bleiben weiterhin geschlossen, doch der Lichtblick in Form der „Altmark-Live“-Seite (wir berichteten), nimmt immer weiter Gestalt an.

Über die Internet-Plattform können Kunden Produkte, die sie zur Zeit nicht direkt vor Ort in Läden kaufen können, genau bei diesen bestellen und nach Hause liefern lassen.

Jüngst kamen der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Jost Fischer, sowie Vorstandsmitglied Jens Steinführer erneut auf der Plattform Zoom zu einem Online-Meeting mit den Händlern zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ein neuer Ansatz, den Verkauf nicht nur auf die „Altmark-Live“-Seite zu beschränken, soll die Händler weiter voranbringen. Zwei neue Möglichkeiten, die Waren zu vertreiben, wurden ausgetüftelt, wie Jens Steinführer auf Nachfrage der AZ berichtet.

Produkte von Nancy Sohn, Inhaberin von „Näh Fee“ in Salzwedel, sind bereits auf „Altmark-Live“ zu finden.

Variante eins: Eine Liste der Händler – mit Namen, Telefonnummer und E-Mail-Adresse – soll erstellt werden. Diese wird dann voraussichtlich in den Schaufenstern der Geschäfte ausgehangen. So sollen sich die Kunden direkt bei den Einzelhändlern melden und gewünschte Produkte bestellen können.

Variante zwei: Bei einem gemütlichen Schaufensterbummel durch die Straßen, sei in den Fenstern zu kaufende Ware ausgelegt und mit einer Nummer beziffert. Per WhatsApp könne der Kunde direkt an den Händler schreiben und das Produkt, mit angegebener Nummer, ganz einfach bestellen. „Wir versuchen, das Ganze breit zu fächern. Damit jeder angesprochen werden kann“, erklärt Steinführer im Gespräch mit der AZ. So sollen auch Menschen, die nicht internetaffin sind, die Möglichkeit bekommen, bei Geschäften vor Ort kaufen zu können. Auch Jost Fischer ist sich sicher: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Bei den Verkäufern komme die Initiative der Werbegemeinschaft gut an, wie Steinführer berichtet: „Es sind seit dem letzten Online-Meeting zwei neue Händler dazu gekommen.“ Weiter: „Eine lange Liste zum Abarbeiten habe ich aber noch. Denn für einige Händler ist es eine Herausforderung, mit den Medien klar zu kommen.“ Bei der Anmeldung auf der „Altmark-Live“-Seite sowie dem Einspeisen der Waren müsse er viele unterstützen. Aber die Bereitschaft, an dem Projekt teilzunehmen, sei da.

Für Silke Kräuter, Inhaberin von „Spowa“ in Salzwedel, ist die neue Verkaufsstrategie auch noch eine Herausforderung: „Der Aufwand ist sehr hoch, und es ist für mich Neuland.“ Aber: „Es ist eine schöne Sache. Es könnte ein Kaufhaus für Salzwedel werden, halt online.“ Doch dafür müsse die Internet-Plattform noch bekannter werden, meint die Sportladenbesitzerin. Auch Nancy Sohn, Inhaberin vom Laden „Näh Fee“, sieht das Potenzial: „Ich finde die Kombination gut, dass die Leute lokal online kaufen können und dazu das Soziale.“ Gemeint ist, dass die Händler auf der Seite Aktionen teilen und so ihre Kunden auf dem neusten Stand halten können.

Das nächste Online-Treffen ist für den heutigen Montag angesetzt. Das sei das letzte Gespräch, bevor die Listen für die Schaufenster in den Druck gehen. Danach werde das regelmäßige Absprechen im Netz auf einmal im Monat beschränkt. Der Kontakt untereinander solle erhalten bleiben, sei jedoch nicht mehr wöchentlich nötig. (Von Lydia Zahn)

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