Werbung für die Heide

Der Landrat des benachbarten Bördekreises, Thomas Webel (3.v.r.), die Vorsitzende der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG), Erika Tholotowsky (3.v.l.), und Mitglieder des Vorstandes der LAG „Colbitz-Letzlinger Heide“ weihten das Werbeschild an der A 2 ein.

Letzlingen – Von Ulrike Meineke. Ein Werbeschild für die Colbitz-Letzlinger Heide kündet seit dieser Woche an der A 2 von einer besonders schönen Landschaft in Sachen-Anhalt. Der Landrat des Bördekreises, Thomas Webel, weihte das 3,60 Meter mal 2,40 Meter große Schild zwischen Bornstedt und Irxleben gemeinsam mit Vertretern der Lokalen Leader-Aktionsgruppe (LAG ) „Colbitz-Letzlinger Heide“, des Tourismusverbandes Colbitz-Letzlinger Heide, der Autobahnmeisterei sowie der Werbegrafikerin Katharina Robeck ein. Ein zweites Schild wurde in der Gegenrichtung vor der Anschlussstelle Lostau aufgestellt.

Die Mediengestalterin Katharina Robeck hat die stilisierte Impression einer Heidelandschaft geschaffen – in den für solche Autobahnschilder typischen Farben braun und weiß.

„Seit fünf Jahren ist uns diese Idee im Kopf herumgeschwirrt“, berichtete der Vorsitzende des Tourismusverbandes Colbitz-Letzlinger Heide, Christian August. Vor drei Jahren übernahm die Lokale Aktionsruppe Colbitz-Letzlinger Heide das Ziel. Hindernis war vor allem der von uns geplante Standort. Das Land war der Ansicht, dieses Werbeschild gehört an die A 14 und nicht an die A 2. Es hieß: Da die A 14 noch nicht steht, gibt es jetzt auch kein Schild. Schließlich konnte mit Unterstützung des Bauministeriums doch noch grünes Licht gegeben werden.

Der Kreistag des Bördekreises hatte die Finanzierung der 10 000 Euro teuren Werbeschilder beschlossen. Ein Fördertopf für überregional bedeutsame Vorhaben der Leader-Gruppen im Landkreis stand dafür bereit. Christian August abschließend: „Viele Leute werden auch mit diesem Schild daran erinnert, dass die Colbitz-Letzlinger Heide eben nicht nur aus dem Truppenübungsplatz besteht, sondern auch ein lohnenswertes touristisches Ziel ist.“

Auf einen Blick

Colbitz-Letzlinger Heide

Die Colbitz-Letzlinger Heide ist eine etwa 850 Quadratkilometer umfassende Kulturlandschaft und gilt als größtes zusammenhängendes Heidegebiet Mitteleuropas. Schon im 16. Jahrhundert war die Heide ein beliebtes Jagdgebiet der Brandenburger Kurfürsten, später erkoren die deutschen Kaiser Wilhelm I. und II. die Heide zu ihrem Jagdrevier und ließen in Letzlingen ein Jagdschloss erbauen.

Die am östlichen und westlichen Heiderand gelegenen Dörfer Colbitz und Letzlingen gaben der Heide ihren Namen. Das größte unbewohnte Gebiet Deutschlands ermöglicht dem Besucher aufgrund wenig zerschnittener Naturräume einmalige Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt. Vom Aussterben bedrohte Tierarten wie Schwarzstorch, Wiedehopf, Baumfalke, Glattnatter, Kreuzotter, Hirschkäfer und Heideschrecke haben hier ihren nahezu unberührten Lebensraum.

1934 begann mit der Errichtung des Versuchsschießplatzes Hillersleben die militärische Geschichte der Heide. Später übte hier die Rote Armee und baute den Schießplatz aus. Heute nutzt die Bundeswehr große Teile der Heide militärisch und betreibt hier mit dem Gefechtsübungszentrum einen der modernsten Truppenübungsplätze der Welt.

In Abstimmung mit der Bundeswehr werden durch regionale Vereine regelmäßig Wanderungen, zum Beispiel zur Heide- oder Ginsterblüte, angeboten.

Nähere Informationen beim Tourismusverband Colbitz-Letzlinger Heide in Colbitz (Tel. 03 92 07 / 8 06 91).

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