Wollweberstraße soll Vorbild in Salzwedel werden

Weniger Schilder in der Innenstadt

Schilderflut vor der Wollweberstraße, die derzeit ausgebaut wird. Danach könnte dort eine 30er Zone eingerichtet werden. Der Verkehrsausschuss will darüber beraten.
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Schilderflut vor der Wollweberstraße, die derzeit ausgebaut wird. Danach könnte dort eine 30er Zone eingerichtet werden. Der Verkehrsausschuss will darüber beraten.
  • VonChristian Ziems
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Salzwedel. Der Bau an der Wollweberstraße läuft nach der Winterpause, das Projekt liegt mehrere Wochen nicht mehr im Plan. Eigentlich sollte der Bau am 31. Juli fertig sein. Ob das gelingt, ist unklar.

Fest steht, dass die Stadtverwaltung noch einiges mit der Straße vorhat. Ordnungsamtsmitarbeiter Eiko Petruschkat zeigte während des Verkehrausschusses Ideen auf. Denn die Verkehrsregelung soll nicht so bleiben wie vor der Sanierung – so der Vorschlag der Verwaltung. Stattdessen könnte es dort eine 30er Zone geben und es würde dann immer Rechts vor Links gelten. Die Stadt würde etwa die Hälfte der Verkehrszeichen einsparen. Der Ausschuss will bei der nächsten Sitzung eine Empfehlung geben. „Die Schilder müssten bald bestellt werden“, unterstrich Eiko Petruschkat. Zuvor muss aber klar sein, wie viele nötig sind.

Die Verwaltung plädiert für die 30er Zone mit Rechts vor Links. Solch einen Bereich gibt es zum Beispiel an der Sankt-Georg-Straße. Damit würde auch dem aktuellen Verkehrskonzept Rechnung getragen. Planer Tobias Schönefeld hat darin vorgeschlagen, diese Zonen im gesamten Innenstadtbereich zu favorisieren. Die Wollweberstraße könnte also Vorreiter werden. Die anderen Straßen würden dann Stück für Stück nach gleichem Prinzip ausgerichtet. Das spart eine Menge Vorfahrtsschilder.

„Das sind alles nur Vorschläge. Wir werden darüber noch einmal beraten“, unterstrich der Ausschussvorsitzende Jost Fischer. Er äußerte sich zudem über das neue Verkehrskonzept. So ist der Stadtrat froh, dass die Idee der erweiterten Fußgängerzonen vom Tisch sind. Der Planer hatte zum Beispiel vorgeschlagen, einen Bereich der Neuperverstraße (Breite Straße bis Burgstraße) für Kraftfahrzeuge zu sperren. Dann hätten es Passanten einfacher, von der einen zur anderen Einkaufsstraße zu kommen. Doch Geschäftsleute kritisierten dies, sie befürchten weniger Leben in der Innenstadt. Der Planer reagierte darauf und verbuchte diesen Vorschlag unter „weiterführende gutachterliche Ideen“. Stadtrat Gerd Schönfeld kam im Verkehrsausschuss auch auf die Neuperver Straße zu sprechen. Im Bereich der Burgstraße kommt es immer wieder zum beidseitigen Parken. „Wenn es dort mal brennt, könnten die Feuerwehrfahrzeuge Probleme bekommen“, ist er überzeugt. Verstärkte Kontrollen der städtischen Politessen könnten Abhilfe schaffen.

Von Christian Ziems

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