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Weniger Kaiserschnitte im Salzwedeler Altmark-Klinikum

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Von: Ulrike Meineke

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Hebamme Stefanie Fischer mit dem ersten von insgesamt drei Zwillingspärchen, die im Vorjahr das Licht der Welt im Salzwedeler Altmark-Klinikum erblickten: Heinrich Wilhelm und Martha Christa aus Kerkau. © Altmark-Klinikum

Drei Zwillingspärchen haben im vergangenen Jahr im Altmark-Klinikum das Licht der Welt erblickt. In der Bilanz der Klinik wird außerdem deutlich, dass Mila, Paul und Max 2022 zu den beliebtesten Vornamen gehörten und dass in Salzwedel die bundesweite Kaiserschnittrate deutlich unterboten wird.

Salzwedel. Zum neunten Mal in Folge sind im vergangenen Jahr mehr als 400 Kinder im Altmark-Klinikum geboren worden. Konkret begrüßte das Team des Kreißsaals und der Geburtenstation 405 neue Erdenbürger, darunter dreimal Zwillinge.

80 Prozent auf natürlichem Weg

„Mehr als 80 Prozent kamen auf natürlichem Weg zur Welt“, berichtet Chefarzt Dr. Roberto Müller. Der Mediziner beobachtet, dass die Entbindungsmethode mit dem sogenannten Kaiserschnitt seit Jahren in Deutschland immer häufiger angewandt wird. Die Gründe seien vielfältig. Eine niedrige Rate an Kaiserschnitten bei gleichem Ergebnis hinsichtlich der Gesundheit von Mutter und Kind durchzuführen, bedarf seiner Angaben zufolge einer hohen Anstrengung durch ein funktionierendes Hebammen- und Ärzte-Team. „Deshalb sind wir auf diese geringe Rate an Kaiserschnitten auch stolz“, so der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Laut Ärztezeitung lag die deutschlandweite Kaiserschnittrate im Jahr 2019 bei 29,6 Prozent. Im Vergleich dazu unterschreitet das Altmark-Klinikum in Salzwedel mit 19,3 Prozent diesen Durchschnitt. „Eine Kaiserschnittrate von unter 20 Prozent ist inzwischen in Deutschland eine Rarität“, bilanziert der Chefarzt. Die höchste Rate hatte 2019 das Saarland mit 34,8 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 24,5 Prozent.

58 Kinder schwerer als 4000 Gramm

Unter den 405 Kindern, die in Salzwedel das Licht der Welt erblickten, waren 200 Jungen und 205 Mädchen. 58 Kinder, das entspricht 14,3 Prozent, waren zum Zeitpunkt der Geburt mehr als 4000 Gramm schwer. 23 Kinder waren leichter als 2500 Gramm, davon zwei unter 1500 Gramm.

Ein Blick ins Geburtenregister der Salzwedeler Klinik zeigt, dass durch die Vielzahl von zwei- oder einmal vergebenen Vornamen eine Rangliste nur schwer zu ermitteln ist. Dennoch stehen bei den Jungs Max und Paul mit jeweils drei Nennungen ganz weit oben. Danach folgen Matti, Jacob, Jannis, Ludwig, Aaron, Mats, Leon, Fritz, Moritz, Theo, Levi, Till, Linus und Johann auf dem zweiten Platz. Jeweils zwei Elternpaare hatten sich für einen dieser Vornamen entschieden.

Bei den Mädchen ist das eindeutiger: Der Name Mila wurde im Vorjahr gleich fünfmal für Neugeborene im Altmark-Klinikum vergeben. Es folgen Anastasia und Charlotte mit jeweils drei Nennungen. Den dritten Platz teilen sich Mira, Malia, Lina, Anneliese, Melina, Ronja, Aischa, Sophie, Liah, Clara, Lotta, Emma, Mathilda, Finja, Frieda und Helene.

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