Wirtschaftskraft entscheidender Faktor

Wenige bilden sich weiter: Altmark in Studie auf den hinteren Plätzen

+
In Sachen Weiterbildung steht die Altmark am unteren Ende im deutschlandweiten Vergleich.

dpa Gütersloh / Altmark. In der Altmark bilden sich im bundesweiten Vergleich viel weniger Menschen weiter. Laut Weiterbildungsatlas der Bertelsmann-Stiftung lernen nur acht Prozent der Altmärker ab 25 Jahren mindestens einmal im Jahr auf diesem Weg Neues dazu.

Schlechter ist es unter anderem noch im Emsland. Sechs Prozent der Menschen nutzen dort dieses Angebot, während es rund um Würzburg mit 19 Prozent mehr als dreimal so viele sind.

Bei der beruflichen Weiterbildung gibt es in Deutschland also große regionale Unterschiede. Zwar bildet sich jeder siebte Deutsche ab 25 Jahren mindestens einmal im Jahr beruflich fort. Das sind 13,5 Prozent. Regionen mit großer Wirtschaftskraft schneiden aber demnach in der Regel besser ab.

Eine weitere Erkenntnis: Bei Geringqualifizierten liegt die Weiterbildungsquote deutlich niedriger als bei höher qualifizierten Menschen. Personen mit Ausbildungs- oder Hochschulabschluss haben mit 22,5 Prozent eine dreimal so hohe Quote bei der Weiterbildung wie Menschen ohne Abschluss mit 6,7 Prozent. Erstmals analysierten die Wissenschaftler nicht nur die Weiterbildungsquoten für die einzelnen Bundesländer, sondern auch für fast 100 Regionen in Deutschland.

Die höchsten Werte finden sich nach Würzburg rund um Ingolstadt (18,7 Prozent) und Augsburg (18,1 Prozent). Schlusslichter sind neben dem Emsland Aachen mit 6,5 Prozent und Ost-Friesland mit 7,6 Prozent. Beim Blick auf die Bundesländer sind die Sprünge nicht so groß. An der Spitze bei der Weiterbildung steht Hessen mit 16 Prozent. Dann folgen Baden-Württemberg (15,7) und Bayern (14,8 Prozent). Abgehängt sind dagegen das Saarland (11,3 Prozent), Sachsen-Anhalt (11,6 Prozent) und Sachsen (11,9 Prozent).

„Die Weiterbildungs-Chancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Gerade die Geringqualifizierten, die am meisten profitieren könnten, haben zu geringe Weiterbildungschancen“, sagt Jörg Dräger von der Bertelsmann-Stiftung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare