Kein Vergleich zum Vorjahr / Alternative Sonnenstrom

Zu wenig, zu kalt

Badespaß im Salzwedeler Freibad: Die Besucherzahlen ließen in diesem Jahr zu wünschen übrig. Hauptsächlich auf Grund des Wetters und des anfangs nicht geheizten Wassers. Foto: Zahn

Salzwedel. „Gestern hatten wir über 400 Gäste im Freibad. Das klingt erst mal gut, ist aber für solch einen Sommertag auch nicht die Welt. “ Hauptamtsleiter Matthias Holz hat nicht nur die Besucherzahlen, sondern vor allem die Kosten im Auge.

Mit dem vergangenen Jahr können die wettermäßig bedingten Besucherzahlen nicht mithalten. 6 880 Badegäste kamen im Juni (2010 waren es 5 369) und 4 207 im Juli (2010 = 17 811). Am 28. August ist der letzte Badetag in Salzwedel und Liesten. Nach einem Monat ohne Bad öffnet am 24. September die Schwimmhalle wieder.

So will es auch das Konsolidierungskonzept, um zu sparen. Doch das wollte auch, dass das Bad nicht mehr geheizt wurde. 17 Grad Wassertemperatur – nein danke, sagten die Hansestädter und fuhren lieber an den Arendsee. Der hatte satte 22 Grad. Selbst die treusten Kunden, die Frühschwimmer, mieden das Freibad. Nur noch sechs von ihnen kamen. Bis wieder auf 20/21 Grad geheizt wurde. Da standen morgens 30 Frühschwimmer an der Kasse.

Viele Bäder ringsum sind da besser gerüstet. Holz blickt nach Dannenberg mit 27 (!) Grad Wassertemperatur. Dort wurde ein Biokraftwerk neben das Bad gebaut, der Strom wird verkauft und mit der Abwärme das Badewasser geheizt.

Für das Salzwedeler Freibad sieht der Hauptamtsleiter eine Solaranlage als Dauerlösung. Doch das kostet erst einmal rund 100 000 Euro. Und geht nicht auf den Dächern. Diese halten die Traglast nicht aus. Das hat Matthias Holz schon prüfen lassen.

Von Holger Benecke

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