Nach dem Konzert im Hanseat: Interview der Altmark-Zeitung mit Adolar

„... weil ich voll gerne hier spiele“

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Tom Mischok (v. links), Frank Mertens, Jan Krieshammer (2. v. rechts) und Michael Cyris (rechts) gaben im Interview mit AZ-Mitarbeiter Dorian Koberstein (Mitte) Auskunft über ihre Lieblingssongs, Kollegah und ein Wiedersehen mit dem Hanseat.

Salzwedel. Es ist kurz nach 24 Uhr, als Adolar die Bühne des Hanseats verlassen. Das wars, die letzte Zugabe ist schon jetzt Geschichte, doch die Menge will noch immer mehr. Sie will zu den Takten des Programms weiterhin „Tanzenkotzen“.

Manch einer bekam an diesem Abend sogar zum Geburtstag alles Erdenkliche und ich, Dorian Koberstein, bekam die Jungs für ganze 20 Minuten vor die Kamera der Altmark-Zeitung.

Fotostrecke vom Konzert

Adolar auf Heimattour

AZ: Hallo Jungs. Euer letzter Auftritt in Salzwedel liegt mittlerweile eineinhalb Jahre zurück. Jetzt seid ihr wieder in der Heimat angekommen und spielt vor vielen hungrigen Fans, die eure neue Scheibe, zu der wir gleich kommen werden, unbedingt live miterleben möchten. Wie ist es für euch wieder in Salzwedel aufzutreten?

Jan: Also ich bin immer sehr aufgeregt, wenn ich in Salzwedel spiele. Ich habe zwar schon oft hier gespielt, aber trotzdem habe ich immer noch irgendwie Schiss.

Frank: Für mich ist das beste eigentlich der Club, weil ich voll gerne hier spiele. Und natürlich trifft man viele Leute, die man kennt. Das ist auch schön.

Tom: Also in den ganzen Clubs, in denen wir unterwegs sind, fällt auf, dass nur wenige an das Hanseat herankommen – von der Architektur und der Stimmung und allem drum und dran.

AZ: Zu Den Takten Des Programms ist seit dem 14. Oktober 2011 erhältlich. Man könnte sagen, dass ihr in allen Belangen noch besser geworden und trotzdem wieder so schön eingängig seid. Welche musikalischen Einflüsse haben euch zu den Songs bewegt?

Tom: Klaus Lage. (Alle lachen.)

Jan: Ach, das ist scheiße, da fällt mir jetzt keine blödere Antwort drauf ein.

Michael: Heinz Strunk?

Jan: Stimmt, Heinz Strunk, der Wendler..

Frank: ...Kollegah!

Jan: Also ich glaube, der größte Einfluss kam von Kollegah.

AZ: Was sind eure persönlichen Evergreens?

Jan: AA Fingers von Heinz Strunk zum Beispiel.

Michael: Der Opener vom aktuellen Deftones-Album ist geil.

Frank: Für mich auf jeden Fall Rosanna von Toto. Absolut.

AZ: Welche Bandvergleiche kotzen euch dagegen an?

Tom: Ähm, keine. Wir sind bei Vergleichen gespannt und finden das eher unterhaltsam.

Frank: Es ist oft sehr überraschend, auf was die Leute so kommen und das ist eigentlich immer ganz cool. Es ist aber schon komisch, wenn man mit Turbostaat oder Muff Potter verglichen wird, weil ich finde, dass wir so nicht klingen..

AZ: Konkurrenzlos sind eure Lyrics. Ein Kompliment deshalb an dieser Stelle zu den großartigen Texten, Tom. Ich habe das Gefühl, dass jeder auf der Stelle mitsingen und sich auch auskotzen möchte, über die Dinge, die in den Texten angesprochen und verarbeitet werden. Die Lieder sind ehrlich. Erreicht ihr auch deshalb die Leute so gut? Was meint ihr?

Tom: Ja, ich glaube Ehrlichkeit ist eine tragende Rolle.

Frank: Ich glaube, wir sind bei unseren Fans so beliebt aufgrund von Michas Bizeps, weil der ist wirklich enorm.

Michael: Ich trainiere ja nicht mehr so dolle, aber vor dem Kollegah-Cover dachte ich, ich muss mir vielleicht optisch auch so ein bisschen Bodyshaping aneignen.

AZ: Man kann also sagen, dass der Bizeps von Michael Cyris eine Mondfinsternis herbeiführen kann?

Alle: So siehts aus!

AZ: Ihr seid von drums.de in Kategorie Best German Act 2012 nominiert und tretet u.a. gegen die Söhne Mannheims an. Wie habt ihr die Nominierung empfunden, weil das ist ja ein ziemlich großes Ding.

Tom: Wir wussten das gar nicht, aber Frank musste dann ein Interview machen und da hat ein Typ Frank die gleiche Frage gestellt. Dadurch haben wir erst davon erfahren.

AZ: Ihr spielt allerdings morgen Abend ein Konzert in Reutlingen. Könnt dir da überhaupt die Veranstaltung in Frankfurt besuchen, bei der die Sieger gekürt werden?

Frank: Na eigentlich haben wir ja vor hier morgen früh loszufahren, um dann über Frankfurt nach Reutlingen zu fahren, wo wir uns aber bestimmt unsere Niederlage abholen.

AZ: Ihr seid in der jungen Vergangenheit bei verschiedenen renommierten Musikzeitschriften positiv aufgefallen, seid in deren Bestenlisten vertreten und habt tolle Rezensionen für das aktuelle Album bekommen. Ist es da schwierig, am Boden zu bleiben?

Tom: Ich bin generell oft am Boden ... zerstört.

Frank: Naja, Tom ist eher faultierartig. Ach nein, dann wäre er ja auf ‘nem Baum. Also abheben, weiß ich nicht. Bekommt man das überhaupt mit, wenn man anfängt abzuheben? Solange wir nicht in zehntausenden Hallen spielen, ist die Gefahr nicht so groß, dass wir abheben.

Michael: Dann aber schon und zwar ganz schnell. (Lacht.)

AZ: Was habt ihr euch denn noch für Ziele für das aktuelle Jahr gesetzt?

Michael: Wir sind wieder mitten im Songschreibeprozess und wollen im Prinzip songtechnisch bald nachlegen.

AZ: Gentlemen, wir kommen leider zu den letzte Fragen, die als Band gemeinsam beantworten müssen: Leipzig oder New York? Adolar: Leipzig! AZ: Nintendo oder Playstation? Adolar: Nintendo! AZ: Mathe oder Physik?’ Adolar: Sozialkunde! AZ: Echo oder drums.de-Award? Adolar: drums.de-Award!

AZ: Wir wünschen euch für die Verleihung alles Gute. Vielen Dank für die Zeit, Jungs!

Von Dorian Koberstein

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