Auf der Weide zugestochen

Helge Claus nimmt Monte-Cristo in den Arm. Dem Pferd wurde in den rechten Oberschenkel gestochen.

hey Steinitz. Besitzer Torsten Claus war am Donnerstagmorgen entsetzt: Eines seiner sechs Jungpferde humpelte. Die Ursache: eine tiefe Wunde am rechten Oberschenkel. Für Familie Claus aus Steinitz besteht kein Zweifel – da waren Unbekannte am Werk gewesen. Der schnell herbeigerufene Tierarzt teilt nach ersten Untersuchungen diese Meinung.

Die Wunde am eineinhalbjährigen Monte-Cristo, ein Deutsches Sportpferd, ist nach ärztlichen Angaben zwischen acht und zehn Zentimeter tief. Sie weißt zudem keine Risse auf. Der Stich mit einem Messer oder ähnlichem sei daher wahrscheinlich, erklären Christel und Helge Claus, die sich um das Pferd ihres Sohnes kümmern.

Am Donnerstagmorgen hatte dieser die Tat entdeckt. Zu dieser Zeit befand sich Monte-Cristo zusammen mit fünf anderen Pferden auf der weitläufigen Weide zwischen Steinitz und Ziethnitz. Da Familie Claus zuletzt am Dienstag nach den Pferden gesehen hatte, „muss der oder die Täter irgendwann in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch oder von Mittwoch zu Donnerstag zugeschlagen haben“, spekuliert Christel Claus.

Die Steinitzer Pferdeliebhaber sind in ihrer mehr als zehnjährigen Erfahrung mit den Vierbeinern zum ersten Mal mit so etwas konfrontiert worden. Gestern erstattete Christel Claus bei der Salzwedeler Polizei Anzeige gegen Unbekannt.

Dass sich das Pferd die Wunde selbst zugezogen haben könnte, beispielsweise an einem Draht oder durch andere Tiere, schließen die Steinitzer aus. Auf der Weide sei jeder Winkel überprüft und dabei nichts Ungewöhnliches festgestellt worden, so Helge Claus gegenüber der Altmark-Zeitung.

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