Einbrecher kamen durch die Hintertür und zechten im Gerätehaus / Traditionsfahne gestohlen

Wehr hat Stinkwut auf Kriminelle

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Wallstawes Brandschützer haben eine Stinkwut auf die Fahnendiebe. Seit dem Einbruch haben sie das Gerätehaus ständig im Blick. Gestern wurde das Depot weiter verbarrikadiert.

Wallstawe. Ortsbrandmeister Ralph Jürges und seine Kameraden sind stinksauer. Heiligabend war in ihr Gerätehaus an der Molkereistraße eingebrochen worden.

Im Hintergrund die Traditionsfahne mit dem Wehr-Gründungsdatum von 1923.

Nicht nur, dass es sich die Kriminellen in der Feuerwache bequem gemacht und einen halben Kasten Bier ausgezecht haben – sie nahmen den PC der Wehr mit, auf dem sich alle Feuerwehrunterlagen von den persönlichen Daten der Kameraden über die Ausbildungsvorschriften bis hin zu den Einsatzplänen befinden. Damit nicht genug: Die Ganoven stahlen die Traditionsfahne der Wehr. Das gute Tuch aus schwerer Seide hat einen Wert von rund 3500 Euro. Ganz schlimm: Die Wallstawer Wehr feiert im nächsten Jahr ihr 90. Bestehen. Damit dies mit der alten Fahne geschehen kann, hat die Truppe um Ortsbrandmeister Jürges eine Belohnung von 250 Euro zur Wiederbeschaffung des historischen Stückes ausgesetzt. Wer Hinweise geben kann, sollte sich an die Polizei wenden: Tel. (0 39 01) 84 80. Ein Wallstawer hatte am Heiligen Abend gegen 14.15 Uhr bemerkt, dass die Scheibe der Hintertür des Depots eingeschlagen war und hatte Feuerwehrmitglied Tizian Behrens benachrichtigt. Der holte seinen Chef, Ortsbrandmeister Ralph Jürges.

Von Holger Benecke

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