Das A-Team ist nur zu zweit / Am 10. Juni soll das Liestener Waldbad eröffnet werden

Mit Wasserschlauch und Wurzelbürste

Ganz vorsichtig geht eine Mitarbeiterin der Salzwedeler Bademeister zu Werke, denn sonst fliegen ihr die Fliesen um die Ohren.
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Ganz vorsichtig geht eine Mitarbeiterin der Salzwedeler Bademeister zu Werke, denn sonst fliegen ihr die Fliesen um die Ohren.

Liesten. In brüllender Hitze in einem Bad arbeiten – na das ist doch was. Allerdings nicht, wenn in den Becken noch kein Wasser ist. Derzeit sind zwei Stadtbedienstete dabei, das Liestener Waldbad auf Vordermann zu bringen. Denn das soll eigentlich am 10. Juni öffnen.

Doch die Liste der Arbeiten ist noch lang und das fleißige Duo sieht noch keinen Horizont. 

Nach dem Wasserschlauch kommt die Wurzelbürste: Vorsichtig, aber gründlich schrubbt ein Mitarbeiter des Wirtschaftshofes.

Derzeit sind sie mit Wasserschlauch und Wurzelbürste am Kacheln schrubben. Nicht nur die, sondern auch alle Fugen müssen porentief rein sein, um später Algenbildung zu vermeiden. Drauflos schrubben können die Mitarbeiterin der Salzwedeler Bademeisterei und ihr Kollege vom Wirtschaftshof nicht. Je stärker der Druck, desto schneller lösen sich Fliesen ab bzw. platzen Stücke von diesen ab.

An vielen Ecken und Enden bröckelt es im Liestener Idyll.

Generelle Schäden soll ein Fliesenleger reparieren. Anschließend ist geplant, Wasser in die Becken zu lassen. Das soll am Sonnabend, 6. Juni, geschehen, informierte Andreas Weigelt vom Waldbadverein. Er und seine Leute sowie Unterstützer aus den umliegenden Dörfern haben bereits einen Arbeitseinsatz absolviert. Nun soll ein weiterer folgen. „Wenn das Wasser drin ist“, blickt Weigelt voraus.

Rund um die Dusche sieht es zwei Wochen vor der Baderöffnung in Liesten noch schlimm aus.

Denn zu tun ist noch genug. Das Bad, 1971 von den Liestenern selbst errichtet, ist bau- und anlagentechnisch in die Jahre gekommen. Experten schätzen, dass eine sechsstellige Summe vonnöten ist, um das Kleinod im Liestener Wald gründlich zu sanieren. Doch in diesem Jahr soll es noch einmal so laufen. Dann will der Stadtrat erneut entscheiden. Die Antragsfrist für genau auf solche Vorhaben zugeschnittene Stark III-Fördermittel ist am 18. Mai verstrichen.

Doch nun geht es erst einmal um diese Saison. Die Pumpen hat der Waldbadverein reparieren lassen, auch die Schäden an der Rohrleitung seien behoben. „Wir liegen im Zeitplan“, sagt Waldbadchef Weigelt.

Und dieser sitzt den beiden Stadtbediensteten im Nacken, die Fliese um Fliese, Fuge um Fuge mit Wasserschlauch und Wurzelbürste wienern. Zahlreiche Schäden an den baulichen Anlagen müssen noch ausgebessert werden – besonders an der Dusche sieht es traurig aus.

Von Holger Benecke

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