Kontrollblick ins Wasser

Experten überprüfen Dumme-Renaturierung

Prof. Dr. Volker Lüderitz (l.) von der Hochschule Magdeburg-Stendal und Uwe Heinecke, Chef des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“, stehen in der Dumme bei Wistedt.
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Prof. Dr. Volker Lüderitz (l.) von der Hochschule Magdeburg-Stendal und Uwe Heinecke, Chef des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“, stehen in der Dumme bei Wistedt. Dort wurden am Montag Kontrollproben entnommen.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Was bringen Renaturierungsmaßnahmen? Dieser Frage ging am Montag ein Expertenteam der Hochschule Magdeburg-Stendal an und in der Dumme bei Wistedt nach. Die Ergebnisse waren positiv.

Wistedt – Mit hohem Tempo fließt das Wasser der Dumme an dieser Stelle zwischen den Beinen von Prof. Dr. Volker Lüderitz von der Hochschule Magdeburg-Stendal und Uwe Heinecke, Chef des Unterhaltungsverbandes „Jeetze“, hindurch. Mit einem Kescher nimmt der Fachmann für Gewässer- und Renaturierungsökologie in der Nähe von Wistedt Proben von verschiedenen Stellen des Flusses. Steine, Sediment und – darauf schaut der Forscher ganz besonders – Tiere landen in einer weißen Plastikschale.

Larven, Krebse, Wanzen und ab und zu ein kleiner Fisch tummeln sich darin. Einige von ihnen benötigen sehr gute Bedingungen, erklärt Lüderitz nebenbei. Ein direkter Nachweis für die Qualität der Dumme und für Renaturierungsmaßnahmen.

2017 / 18 ist auf einer Länge von 60 Metern in der Dumme bei Wistedt eine Schotterstrecke installiert worden. Vorher habe es eine Erosion der Sohle gegeben – der Fluss sich immer mehr eingegraben, erklärt Uwe Heinecke. Durch das Einbringen von Steinen sei das Habitat für Lebensformen verbessert worden – in der Theorie.

Wie es in der Praxis aussieht, wusste seitdem niemand. Ob es etwas gebracht hat, will auch Uwe Heinecke wissen. Denn der Erfolg oder Misserfolg derartiger Renaturierungsmaßnahmen entscheide, ob künftig weiterhin so verfahren werden könne.

Deswegen ist Dr. Lüderitz im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums nun vor Ort und kontrolliert. Aus dem, was er und sein Team im Wasser finden, ziehen sie Vergleiche und entwickeln Empfehlungen. Ein Nebenaspekt: Solche Aktionen können in der Folge auch publik gemacht werden.

In den kommenden Monaten soll die Fischfauna überprüft werden. Das sei aber schwieriger, so Dr. Lüderitz.

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