Forstdirektor Helmut Jachalke lädt Ende April zu einem runden Tisch ein

Waldwege bereiten Kummer

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Egal, ob Spaziergänger, Jogger oder Jäger: Waldwege sind für alle da. Doch nicht alle Wege sind derzeit in solch gutem Zustand wie dieser perfekt gepflegte Weg im Diesdorfer Wohld. 

Salzwedel / Winterfeld / Altmark. Es ist ein sehr problematisches Thema, das nicht nur Hunderten Waldbesitzern, sondern auch Tausenden Waldnutzern wie zum Beispiel Jägern, Spaziergängern und Sportlern, regelrecht auf den Nägeln brennt: Der immer schlechter werdende Zustand der Waldwege.

Vor allem in den vergangenen Wochen wurden sie in Folge der verheerenden Stürme und dem anschließenden Abtransport des Windbruch-Holzes auf feuchtem Untergrund noch einmal arg in Mitleidenschaft gezogen. Nun soll das bekannte Problem mit allen Beteiligten zusammen angegangen werden.

Helmut Jachalke.

Zum Thema „Brennpunkt: Waldwege in der Altmark“ ist am Donnerstag, 26. April, ab 10 Uhr im Winterfelder „Wieseneck“ ein groß angelegtes Symposium geplant. Forstdirektor Helmut Jachalke vom Betreuungsforstamt Westliche Altmark will einen runden Tisch, an dem die Problematiken ausführlich besprochen werden soll, einrichten. „Unsere Waldwege sind in einem jämmerlichen Zustand und müssen dringend aufgearbeitet werden. Alle Beteiligten sollten daher gemeinsam zusammen kommen, um an Lösungskonzepten zu arbeiten“, sagte der Chef des Betreuungsforstamtes mit Sitz in Klötze.

Er wird jedoch nicht allein den Abend gestalten. Laut Jachalke sollen: ein Fachanwalt für Agrar- und Verkehrsrecht, die Zuständigen für den Landes-Waldwegebau und die Instandsetzung der Wege, Vertreter des Waldbesitzer-Verbandes und des forstwirtschaftlichen Transportgewerbes sowie der Kommunen bei der Veranstaltung mitwirken. Auch mit am runden Tisch in Winterfeld werden ferner aber auch Vertreter der Rettungskräfte sowie der zuständigen Landesministerien sein.

„Wir alle werden darüber beraten, wie wir in Sachen Waldwege die Kuh so schnell wie möglich vom Eis kriegen“, so Jachalke weiter. Denn während im Winter die Wege schlecht zu befahren sind, was immer wieder Probleme bereitet, so sind es im Herbst die meist heftigen Stürme, die immer mehr zunehmen.

Im Sommer, so der Forstdirektor, sei das Hauptproblem jedoch die regenfreie Zeit und die hohe Waldbrand-Gefahr in den überwiegend von Kiefernbeständen geprägten altmärkischen Forsten.

Es könne aber nicht sein, dass zum Beispiel einige Kommunen die Waldwege für die Holzabfuhr sperren, hieß es seitens der Waldbesitzer. „Ich rufe alle Interessierten daher auf, an der großen Diskussionsrunde am 26. April in Winterfeld mitzuwirken“, betonte der Forstdirektor Helmut Jachalke.

Von Kai Zuber

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