Sponsoren und Schwimmmeister gesucht / Vorbereitungen für Saisonstart laufen

Waldbadverein geht in die Vollen

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Waldbad-Vereinschef Andreas Weigelt (l.) und Liestens Bürgermeister Ulrich Keitel stellten gestern die Aktivitäten der Freiwilligen für eine sonnige Badesaison vor.

hob Liesten. Der Liestener Waldbadverein macht ernst und fährt mit Volldampf auf die kommende Saison zu. Zwei Arbeitseinsätze soll es vorher noch geben – den ersten am Wochenende nach Ostern.

Darauf haben sich der Vereinsvorstand um Andreas Weigelt und der Ortschaftsrat um Bürgermeister Ulrich Keitel geeinigt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verein rund 720 Stunden in Arbeitseinsätzen im Bad investiert. Das soll auch in diesem Jahr so bleiben. Die Liestener sehen das als ihren Beitrag, um der Stadt unter die Arme zu greifen. Denn die Verwaltung hatte ausgerechnet, dass rund 163 000 Euro im Waldbad investiert werden müssten, hatte Bürgermeisterin Sabine Blümel den Vereinsvorstand wissen lassen. Kernstück darin ist eine Chlorgasanlage.

Daraufhin haben die Waldbadfreunde ihre Kontakte aktiviert und sich einen Spezialisten geholt. Ergebnis: Eine gute Wasserqualität ist auch ohne Chlorgas zu erreichen – und zwar mit Bleichlauge, berichtete Ulrich Keitel. Doch dem Waldbadverein ist klar, dass in diesem Jahr der Betrieb zwar laufen kann, im nächsten Jahr aber von der Stadt saniert werden muss, ergänzte Andreas Weigelt.

Damit in diesem Sommer in Liesten gebadet werden kann, will sein Verein in Vorleistung gehen. Denn neben den Arbeitseinsätzen müssen die beiden Hauptpumpen, die Schieber, Ventile und das Rohrleitungssystem repariert werden. Dafür haben die Handwerker bereits ihre Beziehungen spielen lassen. Nichtsdestotrotz ist der Waldbadverein auf Sponsoren angewiesen. Diese können sich auch auf der Homepage des Bades im Internet informieren: www.waldbad-liesten.de.

Das Geld, um das Bad-Defizit auszugleichen – nämlich 32 000 Euro – hat Liesten immer gehabt. Als das Dorf noch eine eigenständige Gemeinde war, flossen Zahlungen in dieser Höhe von den Betreibern der Windkrafträder in ihre Kasse. Mit der Eingemeindung zur Stadt im Jahr 2009 landet das Geld in der Stadtkasse – ohne Zweckbindung für das Waldbad.

Sollte die Stadt das Bad in dieser Saison wieder nur nachmittags öffnen wollen, plant der Verein zudem wieder einen Schwimmmeister zu engagieren, der das zeitliche Defizit abdeckt. Und: Neben den beiden bereits von den Liestenern gestifteten Bänken will der Verein vier weitere aufstellen und einen großen Sandkasten für die Kinder bauen. „Selbst wenn die Stadt das Bad in diesem Jahr nicht öffnen sollte“, malte Weigelt den GAU an die Wand, werde sein Verein die Anlage trotzdem pflegen, wie sie es seit Jahren tun.

Doch erst einmal blasen die Waldbadfreunde zum ersten Arbeitseinsatz. Der soll am Freitag, 21. April, ab 14 Uhr über die Bühne gehen. Anschließend ist am Abend ein gemeinsames Grillen der Helfer geplant. Am nächsten Tag, Sonnabend, 22. April, geht es von 9 bis 12 Uhr weiter. Dann gibt es für die fleißigen Mitstreiter Kaffee und Kuchen, verkündete Vereinschef Andreas Weigelt das Programm.

Wie es mit dem Liestener Waldbad generell weitergeht, wollen Vereinsspitze und Liestener Bürgermeister am 6. April mit Sabine Blümel besprechen. Nach ihrer Ansicht sollte nach der diesjährigen Saison ein Gutachter im Waldbad alles aufnehmen, was saniert werden muss. Denn für Weigelt und Keitel steht fest: Für die nächsten zehn Jahre Badespaß muss an der Anlage etwas getan werden.

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