Plakate werden beschädigt oder überklebt

Wahlkampf aus dem Hinterhalt: Keine Partei in Salzwedel vor Vandalismus sicher

Spruchbänder auf den großen Wahlplakaten mehrerer Parteien in Salzwedel sind die jüngste Auseinandersetzung im diesjährigen Bundestagswahlkampf. Dieser wird längst nicht mehr nur bei Debatten geführt, sondern auch auf der Straße. Fotos: J. Heymann
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Spruchbänder auf den großen Wahlplakaten mehrerer Parteien in Salzwedel sind die jüngste Auseinandersetzung im diesjährigen Bundestagswahlkampf. Dieser wird längst nicht mehr nur bei Debatten geführt, sondern auch auf der Straße.

Salzwedel. So schlimm wie in diesem Jahr sei es noch nie gewesen, meint CDU-Kreisvorsitzender Peter Fernitz zum laufenden Bundestagswahlkampf. Hitzig ist dabei nicht unbedingt das Debattieren der Politiker, sondern das, was auf der Straße passiert.

Plakate werden abgerissen, zerstört oder überklebt. Die nordwestliche Altmark hat sich nach Angaben der Polizei zum Kriminalitätsschwerpunkt im nördlichen Sachsen-Anhalt entwickelt. Mehr als die Hälfte aller Anzeigen sind im Polizeirevier Salzwedel eingegangen – in Zahlen ausgedrückt: 110 von 194 im Landesnorden. Mutmaßlich in der Nacht zu gestern wurden im Salzwedeler Stadtgebiet nun Großplakate mehrerer Parteien mit sinnumkehrenden Sprüchen beklebt. Wer dahinter steckt – ob eine rivalisierende Partei oder politikverdrossene Menschen – ist unklar. Und da will auch niemand jemand anderem etwas unterstellen. Aber: „Das Klima ist rauer geworden“, stellt Fernitz fest und spricht von Wut, die den Politikern auf Wahlveranstaltungen entgegenspringt, von beinahe fehlendem Respekt gegenüber Parteien.

Ähnliches berichtet auch Marius Habenicht, Chef der Jungen Liberalen Altmark. Er und seine Mitstreiter seien beim Aufhängen der Plakate angepöbelt worden.

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