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Vom Katzenbaum bis zum Topfdeckel

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Von: Lydia Zahn

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Elisabeth war voller Elan beim Müllsammeln dabei. Sie hat kein Verständnis für Leute, die ihren Müll einfach in der Umwelt entsorgen. © Zahn, Lydia

„Ich finde das nicht schön, dass hier so viel Müll liegt, weil das Umweltverschmutzung ist. Das macht man einfach nicht“, bringt es die achtjährige Elisabeth auf den Punkt. Gemeinsam mit zwölf anderen Kindern und Erzieherinnen des Salzwedeler Horts „Pedro und Janina“ ging es am Montag nach draußen – zum Müllsammeln.

Salzwedel - „Die Leute können sich doch Mülleimer suchen, wo die das dann reinschmeißen“, führt Elisabeth mit ernstem Blick weiter aus, während sie aus dem hohen Gras liegengelassenem Abfall aufsammelt. Die Mädchen und Jungen waren mit den Hortmitarbeitern im Rahmen der Ferienbetreuung an den Kämmereiteichen und dem Rad- und Fußgängerweg an der Ernst-Thälmann-Straße unterwegs, um dort klar Schiff zu machen.

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Erzieherin Jana Treichel half beim Tragen. Denn insgesamt konnten zwei große blaue und mehrere kleine Müllbeutel gefüllt werden. © Zahn, Lydia

Mit Handschuhen, Greifzangen und Mülltüten bewaffnet, wurde sich schon morgens auf den Weg gemacht. Und das mit Erfolg. Wie Hort-Leiterin Sabine Dahse berichtet, musste die Tour sogar vorzeitig abgebrochen werden, „weil wir nicht mehr tragen konnten“. Insgesamt zwei große blaue und fünf normale Müllbeutel wurden mit Unrat gefüllt und am frühen Nachmittag vom Bauhof abgeholt. „Wenn das Gras nicht so hoch, sondern gemäht gewesen wäre, wäre wahrscheinlich noch mehr zusammengekommen“, resümiert Dahse.

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Pfandflaschen, ein Katzenbaum, ein Topfdeckel und reichlich Zigarettenstummel wurden eingesammelt. © Zahn, Lydia

Vom Katzenbaum über Pfandflaschen, Kronkorken und Getränkedosen bis hin zum Topfdeckel war alles dabei. Vor allem Zigarettenstummel waren an jeder Ecke zu finden. Apropos: „Das Schärfste war, als ein Mann vor den Kindern seine Zigarette hat fallen lassen. Das fanden sie natürlich überhaupt nicht lustig“, erklärt die Kita-Leiterin verärgert.

Wie lange der Weg so aufgeräumt bleibt, ist abzuwarten. Jedoch scheint die Hoffnung klein, wirft man einen Blick auf die wilde Deponie am Regenrückhaltebecken zwischen SB-Tankstelle und Gartenanlage.

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