Fast 14 000 Fahrzeuge werden ein halbes Jahr lang durchs Nadelöhr gepresst

Vollsperrung vom Tisch

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Aus vier Spuren mach zwei: Während des Ausbaus der Thälmannstraße (B 71), der am Montag beginnt, müssen 13 550 Fahrzeuge inklusive Brummis und 139 Busse jeden Tag ein halbes Jahr lang durch das Nadelöhr – dazwischen rangieren Baufahrzeuge.

Salzwedel. Fünf Tage vor Baubeginn an der Thälmannstraße (B 71) hat der Altmarkkreis gestern die Verkehrsführung für das nächste halbe Jahr festgelegt.

„Eine verkehrsrechtliche Anordnung zur Vollsperrung der Ernst-Thälmann-Straße wird vom Landkreis nicht erteilt“, heißt es darin. Und auch die ins Auge gefasste Schwerlastverkehr-Umleitung über Kemnitz ist vom Tisch. Die Dumme-Brücke am Salzwedeler Stadteingang kann die Schwerlast-Belastung von den bei einer Vollsperrung umgeleiteten drei Bundesstraße 71, 190 und 248 nicht aushalten.

Das bedeutet, dass sich jeden Tag rund 13 550 Fahrzeuge aller Coleur, inklusive Brummis und örtlichen 139 Bussen auf zwei Fahrspuren statt auf vier an den Baufahrzeugen auf der Thälmannstraße vorbeiquälen müssen. Zudem müssen sich in den verschiedenen Bauphasen dann auch noch die Baufahrzeuge in den fließenden Verkehr ein- und ausfädeln – zum Beispiel die Lkw-Kolonne, die die abgefräste Schwarzdecke aufnehmen muss.

Damit ist nach der gestrigen Sitzung von Polizei, PVGS, Straßenmeisterei und unterer Verkehrsbehörde alles wieder zurück auf Anfang. Die Vorschläge der beiden Baufirmen sind vom Tisch (wir berichteten). Nun läuft es nach den Plänen der Landesstraßenbaubehörde, wie deren Chef, Hartmut Krüger, unlängst bei einer Zusammenkunft in Salzwedel erläuterte.

Baubeginn ist der kommende Montag, 1. Juni. Losgehen soll es stadteinwärts damit, dass an die zwei Bustaschen hinter der SB-Tankstelle zwei weitere angebaut werden. Ausführung in Beton – Aushärtezeit 28 Tage. Weiterhin soll von dort aus im I. Bauabschnitt die komplette rechte Fahrbahn stadteinwärts (beide Spuren) bis etwa Höhe Aral-Tankstelle neu gebaut werden. Dazu kommen die beiden Verkehrsinseln (SB-Tankstelle und Altmark-Passage), die erneuert werden.

Im II. Bauabschnitt ist vorgesehen, stadteinwärts ein Stück hinter der Kino-Kreuzung bis vor die zweite Einfahrt der SB-Tankstelle die rechte Seite der Thälmannstraße zu erneuern. Stadtauswärts geht es hinter der Aral-Tankstelle los. Dort sollen ebenfalls beide Spuren erneuert werden. Und zwar bis auf Höhe der gegenüberliegenden Behelfsabfahrt zur Max-Adler-Straße. Zugleich sollen gegenüber der SB-Tankstelle zwei neue Bustaschen an die dort vorhandenen beiden angebaut werden.

Der III. Bauabschnitt bringt den Lückenschluss – stadteinwärts zwischen SB-Einfahrt und Bustaschen sowie stadtauswärts von Höhe Max-Adler-Straße bis kurz vor der Kino-Kreuzung. Im IV. Bauabschnitt soll die Kino-Kreuzung erneuert werden. In zwei Etappen, denn es gibt keine Vollsperrung. Am 30. November sollen die Bauleute mit dem kompletten Projekt fertig sein.

Von Holger Benecke

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